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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,

das The Irish Folk Festival, das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, hat gerade seine Tour durch Deutschland und die Schweiz begonnen (17.10.-24.11.2023) und präsentiert u.a. die irische Band BRISTE, in deren Musik sich irischer Folk mit Country und Americana mischt. Wir verlosen die CD unter allen, die uns bis 24.10.2023 eine Mail mit der Antwort auf folgende Gewinnspielfrage schicken: "In welcher hier vorgestellten Veröffentlichung ist ein Sousaphon zu hören?" Vergesst nicht eure Postadresse!

Viel Spaß mit den CD-Tipps, bis bald & liebe Grüße,

euer MELODIVA Team

 
 
THEMEN-AUSGABE OKTOBER 2023

1) ROTRAUT JÄGER SONAMBIQUE – „Dynamite“
(Jazz)
2)
FIEH – „III"
(Soul | Funk | Pop)

3) NICOLE JOHÄNNTGEN
– „Laybrinth“

(Jazz)
4) MY UGLY CLEMENTINE
– „The Good Life“

(Indie | Rock)
5) BARBARA CUESTA
– „Euforia“

(Singer-/Songwriter | Folk)

 
 
 
 
 
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1) ROTRAUT JÄGER SONAMBIQUE – „Dynamite“

Jazz Latin  (Schweiz)

Die Flötistin Rotraut Jäger legt mit „Dynamite“ ihr zweites Album auf. Die gebürtige Deutsche lebt seit 2007 in Zürich und hat klassische Querflöte in Mainz und Jazz an der Manhattan School of Music studiert. Sie ist vielseitig interessiert, spielte – von der Klassik kommend - in Funk- und Fusion Bands, nennt aber auch die Rockband Jethro Tull als Inspirationsquelle. Diese Vielfalt spiegelt sich auch auf ihrem Album wider. Ihre Kompositionen sind einfallsreiche, komplexe musikalische Geschichten mit Rhythmus- und Stimmungswechseln, die zu einem ausgedehnten Hörvergnügen einladen. Ihre 10 Eigenkompositionen hat sie mit ihrer herausragenden Band – Andreas Ebenkofler (p), Abdourakhmane Fall (b) und Omar Diadji Seydi (dr) – umgesetzt. In ihrer kompositorischen Arbeit beginnt sie meist mit einem rhythmischen Pattern am Klavier, danach improvisiert sie auf der Flöte und findet so die Melodien und Motive für ihre Stücke. Genauer gesagt: auf den Flöten! Sie spielt nämlich die ganze faszinierende Bandbreite der Flöten-Familie, von C-, Bass-, Alt- und Piccolo- bis zur Bansuri-Flöte, die sie je nach Genre und gewünschter Atmosphäre einsetzt. Jäger spielt virtuos, ob sie wild überbläst oder gefühlvoll und sehnsüchtig ruhige Passagen spielt. 

VÖ: 06.10.2023 | redplanet records | 10 Tracks | Infos

 
 
 
 
 
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2) FIEH – „III"

Soul | Funk | Pop (Norwegen)

Das achtköpfige Bandkollektiv Fieh aus Norwegen hat sich nach dem Spitznamen der Sängerin und Songschreiberin Sofie Tollefsbøl benannt. Die acht Musiker*innen kennen sich schon aus der (Musik-)Schulzeit, sind eng befreundet und spielen als Band bereits seit fast zehn Jahren zusammen. Als Inspirationsquellen nennen sie Steve Lacey, Anderson Paak, Bootsy Collins, Gorillaz, Sharon Jones und Amy Winehouse, aber den gemeinsamen Sound scheinen sie schnell gefunden zu haben. Der Durchbruch gelang Fieh nämlich früh mit der Single „Glu“ (2017), die schnell für große internationale Aufmerksamkeit und einen regelrechten Hype rund um die Gruppe sorgte. Umfangreiche Tourneen führten sie auf große Bühnen, u.a. zum South by Southwest Festival in Texas. Das surreale Gefühl von damals haben die acht im Song „Texas Baby“ festgehalten, der jetzt auf der neuen Platte ist. Fiehs neue Musik ist ein grooviger, ausgelassener Mix aus Funk, Soul, Pop und R&B mit coolen Hooks, tanzbar und mitreißend. Tollefsbøl reflektiert ihr Leben als Musikerin („Supergud“, „Full Time“, „My Dream“) und singt darüber, wie sich die Zeiten geändert haben („Inbox“). Nur gegen Ende zieht mit „Daylight“ eine Prise Melancholie ein. Fieh kommen am 10.11. zum Trans4Jazz Festival nach Ravensburg.

VÖ: 15.9.2023 | Jansen Records | 12 Tracks | Infos

 
 
 
 
 
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3) NICOLE JOHÄNNTGEN – „Laybrinth“

Jazz (Schweiz)

Das hatte bestimmt seinen besonderen Reiz: Die Saxophonistin und Komponistin Nicole Johänntgen hat ihr neues 26. (!) Album live für das Schweizer Radio SRF 2 als Teil der neuen Reihe "Public Recordings @ SRF" vor Publikum eingespielt. Sie gilt ohnehin als innovativ und mutig, setzt sich mit ihrer Initiative S.O.F.I.A. auch für junge Improvisationsmusikerinnen* ein und bekam bereits mehrere Preise (Kunstpreis des Saarlandes 2022, Lichtenburgpreis 2023). Auf dem neuen Album wagt sie sich an eine ungewöhnliche Besetzung und ist erstmals gemeinsam mit dem Tubisten Jon Hansen und dem Perkussionisten David Stauffacher zu hören (mit letzterem hat sie bereits im Projekt Robin kooperiert). „Für uns fühlt sich alles extrem frisch an“, beschreibt die leidenschaftliche Impro-Musikerin die Stimmung bei der Recording Session. Die unkonventionelle Kombination der Instrumente ist auch beim Hören spannend. Auf den rasanten Opener folgt ein eher in sich gekehrtes Stück („In Gedanken“), in dem die Tuba einen Soloauftritt hat. Im großartigen „Canyon Wind“ liefert sich Johänntgen am Gesang und Saxophon einen Dialog mit sich selbst und entwickelt mit den Bandkollegen einen treibenden, tranceartigen Flow. Großartig ist auch das Improduett aus Tuba und Sousaphon auf „Simplicity, Curiosity!“, wenn der Gastmusiker Victor Hege am Sousaphon zu hören ist. Bei „Get up and Dance“ laden die drei gar auf den Dancefloor. Das Album schließt mit zwei gefühlvollen Songs, die sie ihrer Tochter gewidmet hat - u.a. ein wunderschönes, intimes Solo an Gesang und Saxofon.

VÖ: 15.09.2023 | selmabird records | 10 Tracks | Infos

 
 
 
 
 
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4) MY UGLY CLEMENTINE – „The Good Life“

Indie | Rock (Schweiz)

Schon ihr Debütalbum „Vitamin C“ (2020) erregte große Aufmerksamkeit. Es heißt, dass ihr erstes Konzert bereits ausverkauft war, bevor irgendjemand auch nur einen Ton der Band gehört hatte. Unter dem Namen My Ugly Clementine hatten sich nämlich Sophie Lindinger, Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck zusammengetan, die nicht nur in Österreich keine Unbekannten mehr sind. Lindinger ist Teil des Pop-Duos Leyya, Mira Lu Kovacs kennt man von Schmieds Puls und 5K HD und Ronck spielt bei der österreichischen Indie-Sensation Sharktank. Das Debüt wurde vom Dachverband europäischer Indie-Labels Impala zum „Album Of The Year“ gekürt und brachte ihnen u.a. auch noch einen Amadeus Austrian Music Award ein. Shows auf großen Festivals folgten. Für ihr neues, selbst produziertes Album "The Good Life" zogen sich die drei in ein abgelegenes Haus nach Tschechien zurück, um ihre Songs zu recorden. Darin geht es um neue Lebensphasen, mentale Gesundheit, den Struggle des Alltags, aber auch die Lust an der Langeweile, die Freude am Flow und darüber, gemeinsam in einer Band zu spielen, Menschen um sich zu haben, auf die man zählen kann. Ihre Lyrics verpacken sie in rockige Indiesongs mit grungigen Gitarren und hymnischen Refrains, dass man gar nicht anders kann, als eine gute Zeit zu haben. Gerade waren sie auf Europatour, das nächste Konzert ist aber auch schon wieder ausverkauft.

VÖ: 11.08.2023 | 12 Tracks | BMG | Infos

 
 
 
 
 
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5) BARBARA CUESTA – „Euforia“

Singer-/Songwriter | Folk (Deutschland)

Die Singer-Songwriterin Barbara Cuesta lebt in Berlin, wo sie die letzten Jahre an ihrem neuen Album gearbeitet hat. Als halb Deutsche, halb Spanierin begibt sie sich in ihren 10 Songs auf Spurensuche: „Ich habe mich intensiv mit den Themen Herkunft, der Migrationsgeschichte meiner Familie und auch mit meinen Privilegien als weiße Person mit Zugang zu Bildung und Förderung auseinandergesetzt“, erzählt Barbara Cuesta. Sie sieht Musik als ein Medium, das Fragen stellt und will mit ihrer Musik die Perspektiven queerer, weiblicher, nicht binärer Menschen und die von Migrant*innen in den Vordergrund stellen. Konsequenterweise hat sie für die Produktion ein buntes Team zusammengestellt, in dem Menschen aller Gender und mit verschiedenen Wurzeln zusammengearbeitet haben. So vielseitig wie ihr Personal sind auch ihre poetischen Indiefolksongs. Obwohl ihre Stimme etwas Zerbrechliches in sich trägt, ist ihr Gesang eindrucksvoll. Sie begleitet sich selbst mit filigranem Picking an der Gitarre, das so ausgefeilt ist, dass es nur wenige weitere Instrumente braucht. Schon im berührenden Opener „Rocking On A Boat“ wird ihre große Erzählkunst offenbar. Das introvertierte „Liegen“ ist das einzige deutschsprachige Lied. "Euforia" ist gefühlvolle Singer-/Songwriterkunst at its best.

VÖ: 15.09.2023 | Santianes Records | 10 Tracks | Infos

 
 
 
 
 

Auf MELODIVA findet Ihr weitere aktuelle CD-Reviews von SOLEIL NIKLASSON (Fee Kuhn), CHRISTINA BRANCO (Tina Adomako), CINDER WELL (Fee Kuhn) u.v.m. sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine.



Wenn Ihr Tipps & Infos für den nächsten Monat habt, meldet Euch wie immer bei uns unter musik@melodiva.de!
 


Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas: 
Verena Höfle, Delia Brauberger, Hildegard Bernasconi & Mane Stelzer und 
die Vorstandsfrauen: Nina Hacker, Katrin Zurborg und Uta Wagner.


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