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Liebe Melodiven, Freundinnen & Freunde!
Die Mauersegler sind schon lange weg, die Kraniche machen sich gerade auf ihren Weg in den Süden - aber manche kommen auch zurück wie JULAKIM. Sie ist nach ihrer zweiten Brasilien-Tournee wieder im Lande und hat unlängst ihre neue, zweite CD "ZURÜCKhaltung" in Frankfurt und Berlin präsentiert. Wir verlosen 3 Exemplare unter all jenen, die uns bis 23.10.2016 eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" und ihrer Postadresse an musik@melodiva.de schicken. Einen goldenen Herbst und viel Spaß mit unseren CD-Tipps wünschen Euch
Eure MELODIVEN
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THEMEN – AUSGABE OKTOBER 2016
1) EVELYN HUBER - "Inspire" (Jazz) 2) AVEC - "What If We Never Forget" (Singer-/Songwriter | Folk | Pop) 3) LOUISA LYNE & DI YIDDISHE KAPELYE – „A Farblondzhete Blondinke“ (Klezmer | Folk) 4) FLAVIA COELHO - "Sonho Real" (World) 5) SARAH-JANE SUMMERS & JUHANI SILVOLA – “Widdershins” (Folk | World) 6) JOANNE SHAW TAYLOR – “Wild” (Blues | R'n'B)
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1) EVELYN HUBER - "Inspire"
Jazz (Deutschland)
Manchmal reicht schon die Begegnung mit einem Vorbild, um über den Werdegang eines Menschen zu entscheiden. Die Harfinistin Evelyn Huber hatte mit neun Jahren mit dem Harfespielen begonnen und mit 14 wieder aufgehört - bis sie eine Jazzharfinistin spielen hörte. Heute ist sie eine international gefragte Musikerin, die u.a. den Bayrischen Kulturpreis und als Teil des Ensembles Quadro Nuevo gleich zweimal den Echo gewonnen hat. Sie hat mit vielen weltbekannten Stars wie dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und dem Jazz-Saxophonisten Mulo Francel auf der Bühne gestanden. Mit ihrem Debüt "Inspire" begibt sie sich erstmals auf Solopfade. Mit Unterstützung von ihren Bandkollegen Matthias Frey am Flügel und Christopher Hermann am Cello, die beide ebenfalls Kompositionen beigesteuert haben, sowie Ramesh Shotham (Percussion) nimmt sie uns in ihren Stücken auf eine stimmungsvolle Reise, die mal durch paradiesische Landschaften mäandert, mal spannende und groovige Fahrt aufnimmt, um schließlich wieder in Ruhe zu ankern. Mit ihren luftigen, viel Raum lassenden Arrangements schaffen die fünf einen zauberhaften Soundtrack, der uns nach 12 Stücken entspannt und angeregt zugleich zurücklässt, als hätten wir einen Tag Urlaub genossen. Die große Konzertharfe im Focus macht das Album einmal mehr zu etwas sehr Besonderem.
VÖ: 23.09.16 | GLM | 12 Tracks | https://evelynhuber.de/
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2) AVEC - "What If We Never Forget"
Folk | Pop | Singer-/Songwriter (Österreich)
Ein ganz besonderes Talent meldet sich dieser Tage aus Österreich: die junge Singer-/Songwriterin Avec aus Vöcklabruck präsentiert ihr Debüt "What If We Never Forget". Ihre Single „Granny“ war viele Wochen in den Top 10 der österreichischen Radio-Charts und Anfang 2016 wurde sie mehrfach für den Amadeus Award nominiert; große Anerkennung für ihren ersten Longplayer wird auch nicht lange auf sich warten lassen. Noch ist nicht viel bekannt über die junge Künstlerin, aber ihre Musik ist jetzt schon ganz groß. Im Alter von 12 hat sie - von Taylor Swift inspiriert - begonnen, Gitarre zu spielen und eigene Songs zu schreiben. Das könnte erklären, warum ihre Songs so ungeheuer ausgereift klingen. Ihre Band aus Andi Häuserer (E-Gitarre), Lukas Klement (Schlagzeug) und Ross Stanciu (Bass) zaubert aus wenig viel und hält sich so zurück, dass Avec's ausdrucksstarke raue Stimme und ihr melancholisches Gitarrenspiel im Fokus bleiben. Dass sie trotz ihrer jungen Jahre schon was zu erzählen hat, zeigen ihre Geschichten wie das gleichzeitig Hoffnung und Trauer verströmende "Granny", in dem sie sich mit der Alzheimer Erkrankung ihrer Großmutter auseinander setzt. Einige der 12 Songs klingen schon jetzt wie Klassiker, Folk Noir à la Leonard Cohen. Ein bittersüßer Soundtrack gerade richtig für den Herbst.
VÖ: 23.09.2016 | Earcandy | 12 Tracks | https://www.facebook.com/officialAVEC/
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3) LOUISA LYNE & DI YIDDISHE KAPELYE – „A Farblondzhete Blondinke“
Klezmer | Folk (Schweden)
“Eine Blondine auf Abwegen” heißt der Titel des zweiten Albums der schwedischen Musikerin Louisa Lyne und ihres Ensembles ins Deutsche übersetzt. Dass sie sich selbst damit meint, ist anzunehmen, denn Lyne - selbst ohne jüdische Wurzeln - begann bereits während ihres Musikstudiums in Göteborg, sich für jiddische Musiktraditionen zu interessieren und studierte sogar Jiddisch in Großbritannien. Auf der Suche nach jiddischem Liedgut reiste sie anschließend durch Europa, wo sie die Mitglieder ihrer "Kapelle" einsammelte wie z.B. Irina Binder an der Violine und Anna Thorstensson am Cello. Seit 2010 musizieren die MusikerInnen zusammen, neben den erwähnten sind auf der neuen Platte Akkordeon, Kontrabass, Gitarre, Klavier, Cajon, Vibraphon und Glockenspiel zu hören. Wieder hat Lyne vor allem jiddische Volkslieder neu arrangiert, aber es finden sich auch vier instrumentale Stücke, zwei davon sog. „Doinas“, improvisierte, als Solo aufgeführte Klagelieder von Bass und Violine. Worüber Lyne singt, lässt sich im Booklet mit seinen englischen Übersetzungen nachlesen. Wunderschön und eindrucksvoll sind die 13 Lieder, wie z.B. das trotzige „Mir Lebn Eybik“ (wahrscheinlich 1943 geschrieben) oder „Zol Mir Antshuldikn Got“, das eigentlich ein bekanntes schwedisches Gedicht ist, und hier ein jiddisches Gewand bekommt. „Fort Mayn Shif“ erzählt vom bei-sich-Ankommen und berührt tief. Zu den einzigen zwei schnelleren Stücken trägt die Gruppe Gothenborg Gajos bei, die beim schmissigen „Svedanka“ im Bucovina Style mitwirkt.
VÖ: 07.10.2016 | Nordic Notes | 13 Tracks | http://www.louisalyne.se/
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4) FLAVIA COELHO - "Sonho Real"
World (Brasilien/Frankreich)
Die Brasilianerin und Wahlfranzösin Flavia Coelho führt uns mit ihrem dritten Longplayer direkt ins "Paraiso". Im Team mit Drummer Al Chonville und Multi-Instrumentalist und Produzent Victor Atilla Vagh präsentiert die Sängerin darauf einen gut gelaunten Mix aus den Genres ihrer nordbrasilianischen Heimat: Forro, Samba, Reggae, Ska, Dub und Global Pop. In ihren Songs geht es ums Innehalten, Reflektieren, über ihre alte Heimat und deren sozialpolitischen Probleme, ums Wachsein für das, was wirklich im Leben zählt. Die Musik besticht mit positiven Vibes, ist lässig und cool, und eignet sich bestens dazu, den Sommer noch ein wenig zu verlängern. Mit dem herzallerliebsten "Temontou", einem Liebeslied, entführt sie uns in ihre Wahlheimat, nach Paris - für mich ganz klar ein Highlight des Albums.
VÖ: 07.10.2016 | Le Label/PIAS | 14 Tracks | http://www.flaviacoelhomusic.com/
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5) SARAH-JANE SUMMERS & JUHANI SILVOLA – “Widdershins”
Folk | World (Schottland/Finnland)
Der Pressetext klingt vielversprechend: „Hardanger-Fiedel trifft finnische Folkgitarre“! Auf „Widdershins“ – schottisch für „gegen den Uhrzeigersinn/gegen die Norm“ – bürsten die Geigerin Sarah-Jane Summers aus Schottland und der finnische Gitarrist Juhani Silvola die Tradition gegen den Strich. Das Ergebnis ist temperamentvoll und lebenslustig, in jedem Fall aber ausdrucksstark. Was die beiden virtuosen MusikerInnen aus ihren Instrumenten herausholen, wie sie die klanglichen Möglichkeiten ausloten, ist schon beeindruckend und geschieht häufig in atemberaubenden Geschwindigkeiten. Auf der Basis traditioneller schottischer Musik aus den Highlands entwickelt das Duo seine Stücke, öffnet sie für experimentelle Klänge und Improvisation. Abwechselnd treten die beiden Instrumente in den Vordergrund, und das ungeheuer dynamisch - es wird hörbar, dass die beiden MusikerInnen, die in Oslo leben, schon seit einigen Jahren ein Duo bilden. Das Booklet klärt über die teils historischen Hintergründe der "reels" auf und gibt einen Mini-Einblick in die schottische Kultur.
VÖ: 23.09.2016 | Nordic Notes | 11 Tracks | https://de-de.facebook.com/sarahjanejuhani/
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6) JOANNE SHAW TAYLOR – “Wild”
Blues | R'n'B (Großbritannien)
Joanne Shaw Taylor ist Jahrgang '86 und kann jetzt schon auf eine beachtliche Karriere als Bluesgitarristin und -sängerin zurückblicken. Von Dave Stewart im zarten Alter von 16 als Gitarristin entdeckt und auf seine Europatour eingeladen, ihr Debütalbum bei Ruf Records 2009 von der Presse hochgelobt, Titel wie „Best Female Vocalist“ (British Blues Award) oder "Songwriter of the Year" und nahezu jedes Jahr ein neues Album - mehr geht nicht! Jetzt ist also ihr fünftes Album erschienen und das hat es in sich: eine raue Bluesstimme, treibende Gitarrenriffs und furiose Soli, soulige Backingvocals, Liebes-Blueslieder en masse. Mit einer genialen Version des tausendmal gehörten Songs "Summertime" schließt das Album.
VÖ: 30.09.2016 | Axehouse Records/Labelship | 11 Tracks | https://www.facebook.com/joanneshawtaylor/
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von DORI FREEMAN, BEADY BELLE, THALIA ZEDEK, SUZANNE VEGA, MARIANNE FAITHFULL, ALSARAH AND THE NUBATONES u.v.m. ... sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
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Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas:
Hildegard Bernasconi, Mane Stelzer und
die Vorstandsfrauen: Lexi Rumpel und Gabi Rummel
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