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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,
"Klebstoff" heißt das neue, dritte Album der Künstlerin Jasmin Stocker aka MINE und es wird von der Presse bereits als "freigeistiger deutscher Pop" (Laut.de) gefeiert. Falls ihr es euch noch nicht selbst gekauft habt, habt ihr die Chance, ein Exemplar zu gewinnen: Schickt uns einfach eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" und eurer Postadresse (Einsendeschluss: 19.05.2019), wir verlosen 2 CDs unter allen Einsendungen. Wir wünschen euch viel Glück!
Viel Spaß mit unseren Tipps & liebe Grüße von
Eurer Mane vom MELODIVA-Redaktionsteam
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THEMEN – AUSGABE MAI 2019
1) JOAN AS POLICE WOMAN – “Joanthology” (Alternative | Indie) 2) OUR NATIVE DAUGHTERS– „Songs Of Our Native Daughters“ (Folk) 3) MARINA & THE KATS – „Swingsalabim" (Jazz) 4) PHELA – „Wegweiser“ (Singer-/Songwriter | Pop) 5) LYDIA PERSAUD – „Let Me Show You” (Soul | Folk | R'n'B) 6) MARTINA GEBHARDT & ROBERT TEIGELER – „Bass Groove Ballads” (Jazz)
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1) JOAN AS POLICE WOMAN – “Joanthology”
Alternative | Indie | Soul (USA) Joan Wasser aka Joan As Police Woman veröffentlicht mit „Joanthology“ die erste musikalische Retrospektive ihrer 25-jährigen Karriere. Sie wurde 1970 geboren und wuchs bei Adoptiveltern in Connecticut auf. Zuerst studierte sie klassische Violine und spielte im Boston University Symphony Orchestra, später dann in Indierock- und Punkbands, bis sie mit Mitte 20 in die New Yorker Musikszene eintauchte. Zu Violine und Gesang kamen im Lauf der Jahre Gitarre, Klavier und Wurlitzer dazu. 2002 gründete sie ihr erstes eigenes Bandprojekt "Joan As Police Woman", nannte ihren Stil selbst "Punk Rock R&B" - "Songwritersoul" trifft es aber wohl mehr. Auf "Joanthology" lässt sich jetzt ihr bemerkenswertes musikalisches Schaffen in einem Box-Set aus 43 von ihrem Manager Tom Rose zusammengestellten Songs bewundern. Neben neuem, rarem und unveröffentlichtem Material finden sich Highlights von jedem ihrer Alben inklusive hörenswerter Coversongs ("Kiss", "Whatever You Like", "She Watch Channel Zero"), zum Teil live für BBC aufgenommen. Als Opener glänzt gleich mal das fantastische Titelstück der Debüt-EP „My Gurl“ aus dem Jahr 2004 und haut mich völlig aus den Socken. Jetzt heißt es rasch 2 Wochen Urlaub nehmen, mit Proviant in einen schalldichten Raum einschließen und dann die Regler aufdrehen. Oder ihr holt euch schnell Tickets für ihr Konzert in Berlin (01.06.) oder Frankfurt (02.06.).
VÖ: 24.05.2019 | Play It Again Sam | Box-Set: 16+15+12 Tracks | http://joanaspolicewoman.com/
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2) OUR NATIVE DAUGHTERS– „Songs Of Our Native Daughters“
Folk (USA) Tief in der leidvollen, von Unrecht und Misshandlung geprägten Geschichte der Afroamerikaner*innen schürfen Rhiannon Giddens, Amythyst Kiah, Leyla McCalla und Allison Russell mit ihrem ersten gemeinsamen Bandprojekt „Our Native Daughters“. Die Musikerinnen können schon aufgrund eigener Erfahrungen mit Rassismus und Sexismus im Alltag mehr als ein Lied davon singen, was es heißt, eine Frau und schwarz zu sein. In ihren 13 eindrucksvollen Songs ergründen sie jedoch vor allem das Schicksal ihrer Vorfahren, die mit Stärke, Überlebenswillen und Resilienz den Härten der Sklaverei und Vertreibung getrotzt haben und im heutigen amerikanischen Geschichtsbewusstsein bisher so wenig Platz bekommen haben. Dabei ließen sie sich von Erzählungen von Sklaven oder sog. „minstrel shows“ (in diesen malten sich Weiße schwarz an, um in stereotypischer Weise Schwarze darzustellen) inspirieren. Im großartigen „Blood And Bones“ singt Amythyst Kiah von einem Übel, das wie ein Gift in die heutige amerikanische Kultur hineinwirke: viele der Babies, die aus Vergewaltigungen durch weiße Plantagenbesitzern hervorgegangen waren, wurden von ihren Vätern abgelehnt, die eigenen Kinder als Sklav*innen verkauft. Neben vielen dunklen Folk- und Blues-Songs finden sich aber auch Lieder über Liebe, Freude und die heilende Fähigkeit der Musik. „You’re Not Alone“ verströmt angesichts des Terrors und der vielen Amokläufe in der Welt die Hoffnung auf eine bessere Welt. Als zentrales Instrument ist auf der reichhaltigen CD natürlich das Banjo zu hören, denn alle vier spielen das Instrument in verschiedenen Varianten.
VÖ: 19.04.2019 | Smithsonian Folkways Recordings | 13 Tracks | Infos
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3) MARINA & THE KATS – „Swingsalabim"
Jazz (Österreich) Ein wahres Swing-Feuerwerk entzündet die „kleinste Bigband auf Erden“, das Ensemble Marina & The Kats auf ihrem dritten Werk „Swingsalabim“. „Sie sind nur zu dritt, aber klingen wie ein Dutzend“ hat der Hessische Rundfunk einmal über das Trio geschwärmt. Seit vier Jahren spielt die Sängerin Marina Zettl, die auch die Snare vortrefflich beherrscht, mit dem Gitarristen Thomas Mauerhofer und dem Bassisten Peter Schönbauer zusammen. Der Swing der 30er und 40er hat es den dreien angetan, aus dem nostalgischen Charme der Musik schneidern sie, unterstützt von einer Bläsersektion, ihre eigenen mitreißenden Songs im Vintage-Sound. Ausflüge in den Blues und auf den Balkan, aber auch ruhige Tracks wie das sanfte Liebeslied „Wherever You May Go“ sorgen für Abwechslung. Am Ende wartet dann noch ein echtes Highlight auf die Hörerschaft („Fade To Dust"). Wer kann, sollte sich das Trio live ansehen, sie stehen von Mai bis Juli auf zahlreichen Bühnen in Deutschland und Österreich. VÖ: 26.04.2019 | o-tone music | 12 Tracks | https://www.marina-thekats.com/
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4) PHELA – „Wegweiser“
Singer-/Songwriter | Pop (Deutschland) Schon ein paar Wochen am Start ist die deutsche Sängerin Phela mit ihrem zweiten Album. Seit ihrem Debüt „Seite 24“ vor vier Jahren ist einiges passiert: Sie hat Support-Shows für Größen wie Philipp Poisel, Alin Coen und Cäthe gespielt und ein Kind bekommen. Eine Fülle von neuen Eindrücken und Erfahrungen also, die die eigene Wahrnehmung schärfen für das, was wirklich für einen zählt. „Mit „Wegweiser“ habe ich mich von allen Erwartungen losgelöst und auf die Suche nach meinem eigenen Sound gemacht. Es ist wie eine zweite Geburt für mich gewesen. Jetzt fühlt sich alles richtig, erwachsener, selbstbestimmter an,“ freut sich die Wahlberlinerin, die im übrigen als klassische Geigerin begonnen hat. Dieser „eigene Sound“ klingt ausgewogen, warm, manchmal intim reduziert und dann wieder poppig und voll, aber vor allem tröstlich. Vielleicht liegt es daran, dass Phela sich darin als unverbesserliche Optimistin erweist. Ob in „Zuhause“, wo sie sich selbst auf Tour Trost zuspricht, da sie ja überall zuhause sei, wo sie singen kann, oder im zuckersüßen „Peter Pan“, wo sie allen, die „zu müde zum Fliegen sind“ zuruft: „Ich kann deine Ronja sein | deine Räubertochter | Und du mein Peter Pan | Immer wenn es dunkel wird | Halt ich deine Hand | Wenn wir zusammen sind | wird alles wieder“. Dass diese Zeilen nicht schmalzig oder abgedroschen rüberkommen, liegt an ihrer schönen, unverstellten Stimme und der Art, wie sie die schlicht-weisen Texte singt. Und die Band, die sie dafür neu zusammengestellt hat, erzeugt zusammen mit dem deutschen Multinstrumentalisten L’Aupaire als Produzent einen unwiderstehlichen Sound dazu, irgendwo zwischen Element Of Crime und Coldplay. VÖ: 14.03.2019 | recordJet | 12 Tracks | https://phela.de/
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5) LYDIA PERSAUD – „Let Me Show You”
Soul | R'n'B | Folk (Kanada) "Let Me Show You" ist das erstaunlich reife Debüt der talentierten kanadischen Musikerin Lydia Persaud. 24 Jahre jung, behütet und in den ersten Schuljahren mit Homeschooling aufgewachsen, war sie in ihrer Kindheit und Jugend vor allem in der Kirche aktiv. Dort lernte sie nicht nur Gospels zu singen, sondern auch, mit Musik ihre Dankbarkeit (gegenüber Gott) auszudrücken und nicht nur nach Glanz und Gloria zu schielen. Nicht verwunderlich also, dass zu ihren ersten Gesangsvorbildern die Soul-Ikonen Mariah Carey, Aretha Franklin und Stevie Wonder gehörten. In Toronto bewegt sie sich jedoch genauso gern in der Jazz- und Folkszene, in letzterer war sie in den letzten 7 Jahren im all female Trio "The O'Pears" unterwegs. Es macht ihr Spaß, mit Ukulele und Folkgesang die Stereotype zu durchbrechen, die sie als "woman of colour" gern mal im R'n'B-Genre verortet. Sie singt fantastisch, ungemein gefühl- und kraftvoll, es ist nicht zu überhören, mit welcher Leidenschaft und mit wieviel Herz sie das tut. In ihren Liedern erzählt sie von ihren Erfahrungen als Frau mit Multikulti-Hintergrund (mit kanadisch-südamerikanisch-ukrainischen Vorfahren), von den Versuchen der Gesellschaft, women of colour ruhigzustellen, weil man sich vor starken Frauen mit dunkler Hautfarbe fürchte. Im "No Answer" und "Stay Down" macht sie sich für Inklusion und Toleranz stark. Ihre Band verströmt mit geschmeidigen Basslinien, knackigen Gitarrenriffs, Streichern, Flöte und lässigen Beats ein warmes, "smooth like butta"-70er Jahre-Feeling. Mein absoluter Favorit: "Honey Child".
VÖ: 10.05.2019 | Next Door Rec | 11 Tracks | https://www.lydiapersaud.com/
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6) MARTINA GEBHARDT & ROBERT TEIGELER – „Bass Groove Ballads”
Jazz (Deutschland) Auf "Bass Groove Ballads" grooven, singen und scatten sich Martina Gebhardt (Vocals) und Robert Teigeler (Kontrabass) spielfreudig durch 3 Gebhardtsche Eigenkompositionen (Anspieltipp: "Mein Seelenplan") und 11 eigenwillige Neuinterpretationen von Jazzklassikern und Popsongs von Joe Jackson bis Ed Sheeran. "Down to the core" muss jeder Ton sitzen, was er bei den beiden definitiv tut. Eine Hälfte des Programms wurde live im Studio vor Publikum aufgenommen, was beweist, wie pefekt die beiden aufeinander abgestimmt sind und wie gut sie harmonieren. Kein Wunder, die Vollblutmusiker*innen sind jede/r für sich seit 30 Jahren in der deutschen Jazz- und Popszene aktiv, Teigeler auch als Produzent. Doch als Gebhardt vor vier Jahren mit der Idee des Vocal-Bassduos an Teigeler herantrat, fand er die Idee noch "höchst abenteuerlich". Nach wenigen Jamsessions wurde jedoch klar, dass sie musikalisch auf einer Wellenlänge liegen. Gebhardt genießt hörbar die Freiheit, die ihr die Duobesetzung gibt, ob sie in "Falling Grace" die Improvisation des Vibraphons übernimmt, mit elektrisch verzerrter Stimme scattet ("One Moment After") oder in hohen Höhen brilliert. Ein kurzweiliges Vergnügen, vor allem für Vocal Jazz-Fans.
VÖ: 26.04.2019 | Laika Records | 14 Tracks | https://bassgrooveballads.wordpress.com/
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von YELENA ECKEMOFF & MANU KATCHÉ, LIA PALE & MATHIAS RÜEGG, SIGRUN LOE SPARBOE, SUNNA GUNLAUGS TRIO, DINA EL WEDIDI, FOLK & GREAT TUNES FROM LATVIA sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
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Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen. Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas:
Hildegard Bernasconi, Maria Bätzing, Marie Koppel & Mane Stelzer und
die Vorstandsfrauen: Gabi Rummel, Katrin Zurborg und Uta Wagner.
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ein Projekt des Trägervereins: Frauen machen Musik e.V.,
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