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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,
das rein weibliche Flamenco-Quartett LAS MIGAS feiert sein 15jähriges Jubiläum mit einer ausgedehnten Welt-Tournee (05.07. AT-Bad Schallerbach, Atrium | 06.07. Gunzenhausen, Stadtfestival | 10.07. Herrenberg, Sommerfarben Festival | 11.07. Stuttgart, jazzopen; weitere Termine), um sein neues Album "Cuatro" vorzustellen. Wenn ihr uns bis 23.06.19 eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" und eurer Postadresse schickt, habt ihr die Chance, eine von drei CDs zu gewinnen. Wir wünschen euch viel Glück!
Viel Spaß mit unseren Tipps & liebe Grüße von
Eurer Mane vom MELODIVA-Redaktionsteam
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THEMEN – AUSGABE JUNI 2019
1) LAS MIGAS – “Cuatro” (World) 2) ESPERANZA SPALDING – „12 Little Spells“ (Jazz) 3) ELLIE FORD – „Light. Repeated“ (Indie | Folk) 4) A-WA – “Bayti Fi Rasi” (World | Pop) 5) FROLLEIN SMILLA – „Freak Cabaret“ (Swing | Folk) 6) MARIA CHRISTINA – "Morning Swim" (Singer-/Songwriter | Jazz)
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1) LAS MIGAS – “Cuatro”
World (Spanien) Beim Flamenco agieren Frauen meist als Tänzerinnen, selten geben sie auch den Ton an. Nicht so bei Las Migas, einem Quartett aus Barcelona, das aus Marta Robles (git), Alicia Grillo (git), Roser Loscos (vl) und Bego Salazar (voc) besteht. Die drei Erstgenannten kommen vom Flamenco und der klassischen Gitarre, Bego Salazar von Fado, Jazz und Habaneras. Seit 15 Jahren sind sie eine Band und machen mit zwei Gitarren, Geige, Cajón und außergewöhnlichen Stimmen von sich reden. „In der Musik von Las Migas vermengt sich Flamenco mit lateinamerikanischen Elementen, Pop- und Folk-Klängen und einer jazzigen Note auf unnachahmbare Weise zu einem wohlklingenden Ganzen,“ heißt es auf ihrer Homepage. Wer es nicht schafft, sie auf ihrer ausgedehnten World-Tour zu erwischen, sollte unbedingt in ihr gelungenes viertes Jubiläums-Album reinhören. Allein Salazars raue Stimme und ihr leidenschaftlicher Gesang sind es wert, aber auch das wunderschönes Gitarren- und Geigenspiel und großartige Songs zaubern Urlaubsstimmung und wilde Lebenslust herbei. VÖ: 26.04.2019 | Satelite K | 10 Tracks | http://lasmigas.com/
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2) ESPERANZA SPALDING – „12 Little Spells“
Jazz (USA)
Die Sängerin, Komponistin und Bassistin Esperanza Spalding hat schon viel erreicht in ihrem Leben, mit nur 20 Jahren war sie die jüngste Dozentin am renommierten Berklee College of Music und spielte u.a. bei der Nobelpreisverleihung für Barack Obama. Ihren ersten Grammy bekam sie bereits 2011 als „Best New Artist“ und erste*r Jazzmusiker*in überhaupt. Auf ihrer neuen CD „12 Little Spells“ lädt sie uns jetzt auf eine Reise in das Innere unseres Körpers ein. Jeder Region stellt sie ein Prinzip und eine Visualisation mit einem "Zauberspruch" an die Seite, verbunden mit einer Einladung, sich mit den verschiedenen Prinzipien des Lebens auseinanderzusetzen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, um Blockaden und innere Konflikte aufzulösen. „Touch In Mine (fingers)“ fordert z.B. auf, mehr Fingerspitzengefühl zu entwickeln, „Longing Deep Down (abdominal portal)“ will die Angst überwinden, tief in innere Zustände von „Schuld, Scham, Einsamkeit und Verlangen“ einzutauchen. "All Limbs Are (arms)" richtet sich an Menschen, die unter dem Gefühl der Vaterlosigkeit leiden. Genial auch: „Dancing The Animal (mind)“ das unser “Hamsterrad” unterbrechen soll, dem wir durch die Nutzung der Social Media ausgesetzt sind. Wie von Spalding nicht anders zu erwarten, ist die Musik, in die sie ihre Sprüche kleidet, komplex mit kunstvollen Arrangements und voller kurzweiliger Szenenwechsel. Spoken-word-Jazz als spiritueller Achtsamkeits-Trip, für den es keine Drogen braucht. VÖ: 10.05.2019 | Concord Records | 16 Tracks | http://www.esperanzaspalding.com/
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3) ELLIE FORD – „Light. Repeated“
Indie | Folk (Großbritannien) Die britische Musikerin Ellie Ford hat mit ihren vier Bandkolleg*innen gerade das zweite Album „Light. Repeated“ veröffentlicht und es Mitte Mai an dem Ort der Aufnahme – in den Lotte Lindenberg Studios in Frankfurt - erstmals live vorgestellt. Schon in den ersten Takten ist zu hören, dass bei der Band aus Brighton eine kontrastreiche Mixtur von Klängen zusammenkommt. Fords ausdrucksstarker, facettenreicher Gesang geht mit ihrem Spiel auf der Harfe eine symbiotische Verbindung ein, aber lieblich oder gar engelsgleich wird die Musik dadurch keineswegs. Dafür sorgen vor allem die E-Gitarrenklänge von Harry Haynes, hinzu gesellen sich Klarinette (Freya Bowes) und Violine (Andrew Stuart-Buttle), und das kreative Rhythmusfundament von Schlagzeuger Fred Hills. Mit vielen verspielten Ideen mäandern sie gemeinsam durch dunkle Gefilde, was bisweilen einen bedrohlichen Unterton bekommt. Das Ganze ergibt einen einnehmenden, melancholischen Soundtrack irgendwo zwischen Indie, Folk, Jazz und Psychodelic, bei dem sich genaues Hinhören lohnt. VÖ: 17.05.2019 | Lotte Lindenberg | 8 Tracks | https://www.elliefordmusic.co.uk/
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4) A-WA – “Bayti Fi Rasi”
World | Pop (Israel) Schon ihre Single „Habibi Galbi“ 2019 erreichte 10 Mio. Klicks, in Israel bekam ihr gleichnamiges Album Gold-Status. Die Rede ist von A-WA, der Band der drei Schwestern Tair, Liron and Tagel Haim. Mit ihrer Neuveröffentlichung setzen sie ihrer Urgroßmutter und deren Tochter ein Denkmal, die im Zuge der Operation "Magic Carpet" 1949/50 aus dem Jemen nach Israel gekommen waren. In ihrer neuen Heimat hatten diese als jementische Juden („Mizrachim“) einen schweren Stand. Die drei Schwestern gehören inzwischen zu einer Generation, die sich – wie schon Ofra Haza vor ihnen - auf ihr „orientalisches Erbe“ zurückbesinnt und selbstbewusst in jemenitisch-arabischem Dialekt singt. In ihren neuen Songs spüren die drei und ihre Bandkollegen der mutigen Reise ihrer Vorfahren in das unbekannte Land nach und machen die Probleme der Neuankömmlinge und damit auch heutiger Flüchtlinge zu ihrem Thema. Ihre Lieder sind kraftvoll und groovig, verbinden jemenitische Musiktraditionen mit modernen Elektro- und Hip-Hop-Beats, die sie in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Tamir Muskat produziert haben. Chöre wechseln sich mit Leadgesang ab, die meisten Tracks sind tanzbar und zaubern trotz der wehmütigen Lyrics gute Laune.
VÖ: 31.05.2019 | S-Curve Records | 14 Tracks | https://www.a-wamusic.com/
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5) FROLLEIN SMILLA – „Freak Cabaret“
Swing | Folk (Deutschland) Desna Wackerhagen (Vocals, Gitarre), Emilia Wackerhagen (Vocals) und Anja Lotta (Piano, Akkordeon, Backgroundvocals) hatten bereits mit dem “Electronic Swing Orchestra” Erfahrungen gesammelt, mit fünf weiteren Mitstreitern bilden sie seit vier Jahren die Kombo Frollein Smilla mit Sitz in Berlin. Der Swing-Ursprung ist auch noch in ihrer neuen Formation zu hören, wenngleich die Band ihre Musik „Tanzballadendschäßpiratinnenliebesblues“ nennt und (Genre-)Vielfalt Programm ist. So verspielt wie dieser Eigenname klingt, ist auch die zweite Platte, die sie dieser Tage veröffentlicht haben. Darauf finden Freund*innen akustischer Musik 13 charmante Songs in Deutsch und Englisch, mit schönem, dreistimmigem Harmoniegesang, einem Hauch Mariachi-Band (Julius Kaufmann (Trompete), Robin Langner (Posaune)), viel Schmissigem, aber auch zarten Balladen („Wie es ist“, „The Garden“, „Lullaby for Geo“, „Nebel“). Eine schöne Berlin-„Hymne“ ist auch dabei: „Anfang von gestern“ erzählt vom ambivalenten Lebensgefühl in einer Stadt, die viel Freiheit und wenig Struktur gibt. VÖ: 03.05.2019 | T 3 Records | 13 Tracks | www.frolleinsmilla.com
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6) MARIA CHRISTINA - "Morning Swim"
Singer-/Songwriter | Jazz (Deutschland) Maria Christina ist in Österreich geboren, studierte Jazz in Graz und bekam dann die Möglichkeit, mit einem Fulbright Stipendium an der Manhattan School of Music ihren Master in Jazzgesang und Komposition zu machen. In New York City nahm sie ihr Debüt "The Timeless In You" auf, das von der Kritik als „Erlebnis einer Neuentdeckung“ (About Jazz) gefeiert wurde. 2013 kehrte sie zurück nach Europa und siedelte sich in Berlin an, wo sie als Livemusikerin, Chor- und Workshopleiterin arbeitet. “Morning Swim” ist ihre zweite Veröffentlichung und auf dieser ist der virtuose Gitarrist Federico Casagrande als Begleiter zu hören, mit dem sie schon lange verbunden ist. Obwohl nur zu zweit, fehlt nichts in dieser verträumten Musik, die so mühelos zwischen hellen und dunklen Stimmungen changiert und kleine harmonische Überraschungen bereitet. Da ist viel Raum für atmosphärische Zwischentöne wie in einem Märchen, von dem man nicht weiß, ob es gut endet. Christina singt mit heller, unverstellter Stimme und einem Hauch Zerbrechlichkeit, geheimnisumwoben, von Casagrandes abwechslungsreichem Gitarrenspiel perfekt begleitet.
VÖ: 01.06.2019 | Timezone Records | 10 Tracks | https://www.maria-christina.com
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von KARAN CASEY, AMANDA RHEAUME, BENEDICTE MAURSETH & BERIT OPHEIM sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
Wenn Ihr Tipps & Infos für den nächsten Monat habt, meldet Euch wie immer bei uns unter musik@melodiva.de!
Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen. Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas:
Hildegard Bernasconi, Maria Bätzing, Marie Koppel & Mane Stelzer und
die Vorstandsfrauen: Gabi Rummel, Katrin Zurborg und Uta Wagner.
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fon: +49 (0)69-4960-848
IMPRESSUM: FRAUEN MUSIK BÜRO,
ein Projekt des Trägervereins: Frauen machen Musik e.V.,
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