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Hallo Ihr lieben Melodiven & Freundinnen & Freunde!
Freut Euch auf famose CD-Tipps und ein bombastisches Verlosungspaket in diesem Newsletter: wir verlosen nicht nur 4 Exemplare der neuen CD "Revolution" von HER, sondern auch noch 3 x 2 Tickets für das Konzert im Café Kulisse in Arnstadt! Schickt uns bis 19.06.2016 eine Mail mit dem Betreff „Verlosung“ und dem Zusatz, ob Ihr eine CD und/oder Tickets gewinnen wollt, inkl. Eurer Postadresse an musik@melodiva.de. Viel Glück, wir drücken Euch die Daumen! Und jetzt viel Spaß mit den CD-Tipps,
Euer MELODIVA-Team
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THEMEN – AUSGABE JUNI 2016
1) NADINE MARIA SCHMIDT – "Ich bin der Regen" (Singer-/Songwriter | Folk | Pop) 2) MONIKA HERZIG – "The Whole World In Her Hands" (Jazz) 3) SHEL – "Just Crazy Enough" (Indie | Folk | Pop) 4) RESISTERS – "Resisters" (Electro | Pop) 5) SUSANNE ALT – "Saxify" (Funk) 6) NUNUK – "Tearin' Down Walls" (Pop)
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1) NADINE MARIA SCHMIDT – "Ich bin der Regen - Lieder aus Gedichten"
Singer-/Songwriter | Folk | Pop (Deutschland)
Sie wollte mal Urlaub machen von ihren eigenen Themen, darum hat die Singer-/Songwriterin Nadine Maria Schmidt aus Leipzig auf ihrem neusten Album 15 Gedichte vertont. Ihre Vorgehensweise war intuitiv: sie nahm sich Gedichtbände von berühmten Autorinnen von Rilke bis Droste-Hülshoff, tippte blinden Auges auf eine Seite und vertonte das ausgewählte Gedicht, ohne es vorher gelesen zu haben. So machte sie die Worte der Anderen zu ihren eigenen. Es sind vornehmlich dunkle, melancholische Lieder, die daraus entstanden sind, eindrücklich wie „Der Panther“, aber auch Unbeschwertes und unbändige Frühlingslieder. Die wortgewaltigen Sätze, die sie mit warmer Altstimme interpretiert, zeugen vom Zerbrechen und von Abschied, aber auch von unstillbarer Sehnsucht und hoffnungsvoller Erwartung. Starke Lyrik von Frauen ist auch darunter: das titelgebende Gedicht „Ich bin der Regen“ und „Ich möchte leben“ wurden von Selma Meerbaum-Eisinger geschrieben, die 18jährig in einem Arbeitslager an Fleckfieber starb. Auch Sophie Scholl’s „Letzter Brief“ ist darunter, und Else Lasker-Schüler’s Gedicht „Mein blaues Klavier“, das die Verrohung der Welt durch die Nationalsozialisten thematisiert. Ein Bonustrack stammt von Schmidt selbst; „Aluna“ nimmt die Perspektive eines Kindes ein, deren Mutter geflüchtet ist. Unterstützt wird die Sängerin und Gitarristin von ihrer Band Frühmorgens am Meer, die sie mit Klavier (Till Kratschmer) und Bass (Chris Turrak) begleiten; musikalische Gäste spielten Schlagzeug, Cello, Klarinette, Akkordeon, Hackbrett, Udu und Posaune. „Ich bin der Regen“ ist beeindruckende Poesie eindrücklich in Szene gesetzt.
VÖ: 03.06.2016 | BSC Music | 16 Tracks | http://www.nadinemariaschmidt.de
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2) MONIKA HERZIG – "The Whole World In Her Hands"
Jazz (USA)
Als die Pianistin Monika Herzig Ende der 80er Jahre in den USA ankam, um als Jazzmusikerin ihr Glück zu versuchen, war es alles andere als selbstverständlich, dass sie erfolgreich sein würde, denn sie kam 1. aus einem anderen Land, war 2. weiß und 3. noch dazu weiblich. Heute ist sie eine erfolgreiche Profimusikerin und Professorin in Bloomington, Indiana - nicht zuletzt, weil sie Vorbilder hatte. Talentierte Jazzmusikerinnen als Role Models sichtbar zu machen, war denn auch das Hauptziel für ihre neuste CD: „My goal and hope is to offer this work as model for young women contemplating a career in music by seeing and hearing what these women from all over the world have managed to accomplish, despite many difficulties“. Dazu lud sie Instrumentalistinnen aus aller Welt zu zwei Aufnahmesessions ins Studio ein und bat einige, Kompositionen beizusteuern: Leni Stern/git (USA/D), Linda Oh/b (Australien), Anna Butterss/b (Australien), Jennifer Vincent/clo (USA), Mayra Casales/perc (Kuba), Jane Bunnett/fl & sax (Kanada), Reut Regev/tb (Israel), Jamie Baum/fl (USA), Lakecia Benjamin/sax (USA) sowie Arianna Fanning/dr (Indien/USA). Schon allein diese Aufzählung lässt einen enormen kulturellen Reichtum erwarten und dieser erfüllt sich auch. “The Whole World In Her Hands” lebt von dieser Vielfalt an musikalischen Einflüssen, Klangfarben und persönlichen Stilen, die sich in den Kompositionen harmonisch zusammenfügen. Herzig’s neues Album ist ein kraftvoller, sehr lebendiger Soundtrack, der nicht nur auf den Gabentisch von jungen Musikerinnen gehört, sondern viele Jazzfans erfreuen dürfte.
VÖ: Juni 2016 | Whaling City Sound | 12 Tracks | http://monikaherzig.com
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3) SHEL – “Just Crazy Enough”
Indie | Folk | Pop (USA)
So kann es auch mal gehen: frau wächst mit drei Schwestern, einer Künstlermama und einem Songwriter-Papa in einem Wohnwagen-Park in Colorado auf und kann sich in aller Ruhe der Musik widmen ohne von lästigen Schulpflichten und Konventionen drangsaliert zu werden. So scheint es bei den vier Holbrook Schwestern Sarah (Violine, Gitarre), Hannah (Keys, Synth-Bass), Eva (Mandoline, Banjo, Gitarre) und Liza (Drums, Perc, Beatbox) gewesen zu sein, die Anfang bis Mitte Zwanzig sind und die Band Shel bilden. Die vier studierten später zwar klassische Musik, komponierten und arrangierten aber nebenbei ihre eigene Musik für ein ungewöhnliches Quartett aus Violine, Mandoline, Klavier und Schlagzeug. Nach ihrem gleichnamigen Debüt 2012 wurde Dave Stewart auf sie aufmerksam und nahm sie unter Vertrag. Ihr zweites Album beginnt reduziert mit Mandoline und Gesang und zeigt gleich zu Beginn das große Talent der vier, mit wenigen Mitteln und unkonventionellen Ideen grandiose Popsongs zu produzieren. Die Songs bauen sich meist langsam auf, steigern sich mit Chören und ganzer Band und gehen immer wieder zu ihrem reduzierten Kern zurück. “We were all instrumentalists long before we learned to sing, and telling a story through melody and arrangement is the part of our work that we bond over most,” erklärt Hannah Holbrook. Das Ganze ist ein Mix aus Indie, Folk und Pop, der die Beine zum Wippen bringt und überaus hitverdächtig ist, groovy und berührend zugleich, mit einer spielerisch-frischen DIY-Attitude. Mit dabei ist auch ein Cover, eine traumwandlerische Version von „Enter Sandman“ der Kollegen von Metallica. Von dieser Familie werden wir noch viel hören.
VÖ: 27.05.2016 | Membran | 10 Tracks | http://www.shelmusic.com
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4) RESISTERS – “Resisters”
Electro | Pop (Österreich)
Die Sawoff-Schwestern, gebürtige Grazerinnen mit spanisch-australischen Wurzeln, erfinden sich neu. Ehemals waren Monica Reyes, Susana Sawoff und Sonia Sawoff mit Riot Grrl-Ambitionen als „Sawoff Shotgun“ unterwegs und wurden gleich zweimal für den österreichischen Musikpreis Amadeus nominiert. Susana Sawoff debütierte noch dazu als Jazzsängerin und machte mit ihrem Trio und der CD „Bathtub Rituals“ Furore, Sonia Sawoff kollaborierte mit Hubert Mauracher in einer Band und Monica Reyes ist vor allem als TV-Schauspielerin aktiv. Jetzt gehen sie mit Unterstützung von Philipp Pluhar (Schlagzeug) und Prince Frequency (Produzent) als Resisters an den (Neu-)Start und der hat es in sich. Mal wird agitiert und gebrüllt, dann wieder mehrstimmig gesungen, die Drei agieren mit einer gereiften Girlpower, die enorm Spaß macht. Vielleicht ist es gerade das Zusammenspiel und der Kontrast aus entrückt-schönem Gesang und wütendem Gebrüll, den fetten Soundlandschaften und treibenden Beats, der Wechsel von gesungenen Mädchen-„Uuh’s“ und „Voll auf die Zwölf“-Punkrock, die den Reiz der Musik ausmachen. Mit ihrem neuen Album wollten sie sich bewusst vom Trashpop-Image lösen, und ihren Electropop überlegter und ausgefeilter anlegen. Aus der Räuberpistole ist eine Truppe von eleganten Widerständlerinnen geworden, die sich mit unwiderstehlicher Musik zu Wort meldet.
VÖ: 27.05.2016 | Sevenahalf Records | 10 Tracks | https://www.facebook.com/resisters.net/
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5) SUSANNE ALT – “Saxify”
Funk (Deutschland/Niederlande)
Nach fünf Jazzalben und Kollaborationen mit House-DJ‘s hat sich die Saxophonistin Susanne Alt endlich den lang gehegten Traum erfüllt, eine funky Tanzplatte zu produzieren und veröffentlicht ihr neustes Album „Saxify“ mit zwölf Funk-Eigenkompositionen. Damit diese auch ordentlich krachen, lud sich die Wahlniederländerin alles, was in den USA und den Niederlanden Rang und Namen hat, ins Studio ein, allen voran den Godfather of Funk Fred Wesley (Posaune), den Gitarristen Michael Hampton und viele weitere, insgesamt an die 30 MusikerInnen. Dass die zwölf Tracks bis auf eine Ausnahme von wechselnden SängerInnen gesungen werden, die auch jeweils die Texte beisteuerten, macht „Saxify“ zu einem besonders abwechslungsreichen Vergnügen. Da ist der hoffnungsfrohe „Live-is-good“-Song „Open Up“, der von Berenice Van Leer gesungen wird, auf dem Titelstück singt die ungeheuer soulige Lorrèn Rettich, „The Harder We Fight“ featured die Niederländerin Mavis Acquah, und gemischte Duette mit Wesley & Co. runden das Ganze ab. Es ist wohl das Verdienst von Susanne Alt, die das Album auch produziert hat, dass alles wie aus einem Guss klingt, obwohl die Aufnahmen sich über einen Zeitraum von 9 Jahren erstreckten. Sie selbst hat auf dem Album Alt- und Tenorsaxophon, aber auch Flöte eingespielt und klingt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. „Saxify“ ist ein Muss für Fans der Funk- und Bläsermusik und sollte auch von von Tanzwütigen unbedingt gehört werden.
VÖ: 03.06.2016 | VenusTunes | 12 Tracks | http://www.susannealt.com
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6) NUNUK – "Tearin' Down Walls"
Pop (Deutschland/Spanien)
Zwischen Köln, Madrid und Barcelona entsteht manchmal eine Musik, die sehr besonders ist. "Tearin' Down Walls" ist so ein Beispiel dafür. Es ist das erste Studioalbum der Electro-Folkpopband Nunuk um die Singer-/Songwriterin Jenny Thiele (voc/git), das bereits nach einem Jahr Bandgeschichte entstanden ist. Die 9 Songs - fünf deutsche, vier in englischer Sprache - stammen alle aus ihrer Feder, wurden aber gemeinsam arrangiert. Mit gefühlvoller, ausdrucksstarker Stimme singt sie darin von Fernweh und Heimat, über Philosophenfrückstücke, Luft wie Kristall und tauchendes Licht und wird dabei von Irene Novoa (synth), Lucia Fumero (p/b) und Julius Oppermann (d/perc) begleitet. Ein glasklares Markenzeichen der vier: wunderschöne Backingvocals und A Cappella Sequenzen. Auch sonst sind die Songs liebevoll instrumentiert, jedes Lied bekommt seine eigene Ausstattung, macht die Tür auf zu einer kleinen Geschichte."Tearin' Down Walls" reißt keine Mauern ein, ist aber ungemein charmanter, atmosphärischer Urban-Folkpop vom Feinsten.
VÖ: 03.06.2016 | Hey!blau Records | 9 Tracks | http://myepk.de/nunuk/
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von BIRGITTA FLICK QUARTET, JANE LEE HOOKER, ANGELIKA NIESCIER & FLORIAN WEBER, SISTERS IN JAZZ, NITE JEWEL, TIEFENRAUSCH KLANGKOMBINAT u.v.m. ... sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
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IMPRESSUM: FRAUEN MUSIK BÜRO,
ein Projekt des Trägervereins: Frauen machen Musik e.V.,
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