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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,
„Dinge zu riskieren und einfach zu machen, fühlt sich saugut an. Auf ein Zeichen zu warten, um Träume oder verrückte Dinge umzusetzen, ist vertane Zeit. Man wird dann belohnt, wenn man tut, was das Herz einem leise, aber doch deutlich mitteilt,“ schrieb die Kölner Musikerin CHARLEY KLAUSER kürzlich auf Instagram. Was für ein Statement! Wir stellen ihr Debüt "Mehr" in unseren CD-Tipps vor und verlosen ihre schöne CD unter allen, die uns bis 24.07.2022 eine Mail schreiben, ihre Adresse mitteilen und die heutige Preisfrage beantworten: "Welche hier vorgestellte Band tritt in diesem Jahr beim Odyssee Festival im Ruhrgebiet auf?"
Lasst euch nicht unterkriegen und macht euer Ding!
Liebste Grüße,
Eure Mane
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THEMEN – AUSGABE JULI 2022
1) CHARLY KLAUSER – „Mehr“ (Pop | Rock) 2) TSAZIKEN – „Khoronishi“ (World) 3) BIRGITTA FLICK QUARTET – “Miniatures & Fragments” (Jazz) 4) KICK LA LUNA – “Nicht ohne uns“ (World) 5) CATHRIN PFEIFER – „Quantuum Mobilé“ (World) 6) INA FORSMAN – „All There Is” (Soul) 7) V. A. – „Bardentreffen 2022” (Folk | World)
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1) CHARLY KLAUSER – „Mehr“
Pop | Rock (Deutschland) Charly Klauser, 31 Jahre jung, hat sich bereits als talentierte Multiinstrumentalistin einen Namen gemacht – ob für Alvaro Soler, Sasha, Tim Bendzko, Rage, Peter Maffay oder in der TV-Show von Carolin Kebekus. Wohl nicht ohne Grund rekrutierten sie Die Ärzte als Hauptdar-stellerin „Charlotte Kraft“ für ihr Video „Kraft“. Jedenfalls scheinen Herausforderungen ihr Lebenselixier zu sein und keine Hürde zu hoch. So hat sie in den letzten Jahren auch ihr Soloprojekt mit Volldampf verfolgt und macht auf ihrem Debütalbum „Mehr“ alles selbst; sie hat nicht nur alle Instrumente eingespielt, sondern zeichnet auch für die Produktion und den Mix verantwortlich. 10 großartige Popsongs plus drei Bonus Akkustik- bzw. Orchesterver-sionen kreisen um die großen Fragen nach dem Lebenssinn, den „richtigen“ Entscheidungen und dem Gefühl, endlich bei sich anzukommen. Das nimmt man ihr bei aller Perfektion voll ab; sie singt mal gefühlvoll und sanft, dann wieder wütend und verzweifelt, wenn sie z.B. die Ignoranz und Mutlosigkeit in unserer Gesellschaft anprangert. Die Musik ist perfekt ausbalanciert auf dem schmalen Grat zwischen Hittauglichkeit und künstleri-schem Anspruch und klingt genauso, "wie mein Kinder-zimmer früher aussah: bunt und voller liebevoller Details.“ VÖ: 24.06.2022 | Tür Auf Records | 13 Tracks | Infos
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2) TSAZIKEN – „Khoronishi“
World (Deutschland) Optimismus? Überschäumende Lebensfreude? Tanzwut? Ausgelassenheit? Wer sich all dies in dieser krisenge-schüttelten Zeit nicht zu Gemüte führen möchte, sollte um das neue, dritte Album von Tsaziken einen großen Bogen machen. Die sechs Sängerinnen zünden mit ihren Begleiter*innen an Gitarre, Sax, Flöte, Akkordeon, Violine, Bass und Schlagzeug ein Feuerwerk traditionellen Liedguts aus Bulgarien, der Türkei, Georgien, Ukraine und der Kultur der Roma (und einem kleinen Ausflug nach Texas). Man möchte sofort mitsingen und -tanzen bei diesen Songs, die von der Verbundenheit zur Heimat erzählen, von der Sehnsucht, von der Angebeteten erhört zu werden oder sich selbst zu entscheiden, wen frau heiratet. Im Sommer könnt ihr die vielköpfige Truppe bei freiem Eintritt im Rahmen des Odysseefestivals im Ruhrgebiet erleben, die Konzerte werden im WDR Cosmo Radio übertragen. Oder ihr kauft euch das Album, schiebt die Möbel weg und ladet eure Nachbar*innen zum Schwof ein! VÖ: 01.07.2022 | Westpark Music | 8 Tracks | Infos
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3) BIRGITTA FLICK QUARTET – “Miniatures & Fragments”
Jazz (Deutschland)
Wie durchlässig ist eine Komposition und wie wird sie im Zusammenspiel durch Improvisation verändert? Welche transformatorischen Kräfte wirken? Diese Fragen stellt die Berliner Saxofonistin und Komponistin Birgitta Flick im Booklet ihres neuen Albums. Zehn Jahre spielen Flick, der Pianist Andreas Schmidt, Bassist James Banner und Schlagzeuger Max Andrzejewski bereits zusammen, „Miniatures And Fragments“ ist ihr viertes Album. Es ist ein überaus achtsames, hellhöriges Zusammenspiel, das die vier auszeichnet - das muss es auch sein, denn Flicks Kompositionen sind eher skizzenartig angelegt und lassen ihren Mitspielern viel Freiheit. Zur Arbeitsweise der Band gehört, sich einen Tag im Studio zu treffen und das Kompositionsmaterial eher fragmentarisch zu nutzen und eine mögliche Version aufzunehmen. Der Titel ist also Programm. Die Lust am Experiment kommt am stärksten bei den vier „Colour Studies“ zum Tragen, die das Album wie ein Gerüst durchziehen, und die Kompositionsreihe fortführen, die Flick bereits beim letzten, gleichnamigen Album begonnen hat. Neben acht eigenen Stücken sind auch drei Cover zu finden, zwei Jazzstandards („How Deep Is The Ocean“ und „All The Things You Are“) und die wunderschöne Interpretation eines schwedischen Chorals. Flick hat u.a. in Stockholm studiert und an der Royal College of Music in Stockholm (KMH) ihren Master gemacht. „Es ist, als ob ich mich einfach in einen Raum fallen lassen kann, wenn wir miteinander spielen“, begeistert sie sich. Und wir sind mittendrin in dieser Musik, die zum genauen Hinhören einlädt. VÖ: 24.06.2022 | Double Moon | 11 Tracks | Infos
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4) KICK LA LUNA – “Nicht ohne uns“
World (Deutschland) Kaum zu glauben, aber die Band Kick La Luna gibt es jetzt wirklich schon 30 Jahre – Elke Voltz (voc), Anne Breick (perc) und Uli Pfeifer (b/voc/git) als „Ur-Kicks“, seit einigen Jahren von Christiane Sattler (keys) und Angela Frontera (dr/perc) verstärkt. Passend zum Jubiläum ist eine neue CD erschienen: ein energiegeladenes Statement, um der weiblichen* Power in der Welt endlich mehr Geltung zu verschaffen (und den Schaden der „man’s world“ zu beheben). Spürbar vom ersten Takt ist, dass sich die Musikerinnen schon ein halbes Leben kennen und gemeinsam all ihre Stärken in die Waag-schale werfen. Da sind grandios sich ergänzende Stimmen, interessante Arrangements, ein brillianter Sound und: eine unglaubliche stilistische Vielfalt. Der Opener „Nicht ohne uns“ sorgt mit überraschendem E-Gebläse für eine kleine Überraschung. Das jazzy „Time To Change“ mit seiner leichtfüßigen Bassmelodie und tollem Harmoniegesang ruft zu Optimismus und mutigem Handeln auf und ist nebenbei gesagt auch grandios arrangiert. „Each Day“ ist ein A Cappella Knaller, mit „Free Your Soul“ wird es schön gospelig, die Coverver-sion „Endangered Species“ kommt soulig daher, während mit „Gandalami“ und „Sol“ Latinklänge Einzug halten. „Hope For Peace“ besticht mit jazzigem Klavierspiel – seit wann spielen die Kicks eigentlich Jazz? Bitte mehr davon! Und natürlich darf auf einer Jubiläums-CD die Hymne nicht fehlen: mit der Ballade „Danke“ blicken die fünf auf ihre lange Bandgeschichte zurück. Female* world music at its best!
VÖ: 09.07.2022 | 12 Tracks | Infos
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5) CATHRIN PFEIFER – „Quantuum Mobilé“
World (Deutschland) Eine Einladung, die Zeit einmal anzuhalten und zur Ruhe zu kommen ist die neue Solo-CD der Akkordeonistin Cathrin Pfeifer, die während der Coronapandemie entstanden ist. Sie hat darauf 22 poetische Miniaturen von Andreas Altmann, Peter Handke u.a. mit Akkordeon, Loop-Station und Stimme vertont. Es sind Momentauf-nahmen vom Lichterflimmern des Sommers, von Steinen, die das Wasser aufweichen, vom See, der sich am Ufer den Sand aus dem Haar spült, vom wunderbar langsa-men Glück. Wer sich auf ihre Musik einlässt, kann sich entspannt in Tagträumen verlieren und eine Stunde lang die Seele baumeln lassen. VÖ: 15.07.2022 | Galileo Music Communication | 21 Tracks | Infos
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6) INA FORSMAN – „All There Is”
Soul (Finnland) Auf ihrem neuen Album zelebriert die finnische Sängerin Ina Forsman die Musik der Sixties und zaubert daraus ihren ganz eigenen Sound, den sie „Cinematic Soul“ nennt. Die Wahlberlinerin hat die Songs für ihr drittes Album - Corona sei Dank - erstmals allein geschrieben. „Ich produzierte meine eigenen Demos, lernte Piano spielen, entwickelte darauf die Bläser- und Streicher-Arrangements. Für mich war es eine große Herausforderung, das gesamte Material auf diesem Album selbst zu schreiben. Auf diesem Weg fand ich aber endlich heraus, welche Musik tatsächlich zu mir passt,“ beschreibt sie den Schaffensprozess. Die Lyrics kreisen um „lebensverändernde Liebe“ und die Kämpfe, die damit häufig verbunden sind. Die von den 60ern und 70ern inspirierten Vibes passen perfekt zu ihrer kraftvollen, leicht rauen, souligen Stimme. VÖ: 24.06.2022 | Jazzhaus Records | 10 Tracks | Infos
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7) V. A. – „Bardentreffen 2022”
World | Folk Das Folkgalore Magazin präsentiert dieser Tage eine Compilation, die Folk- und Worldmusik-Fans begeistern dürfte und Vorfreude auf das kommende Bardentreffen macht. Das Open-Air-Festival wird in diesem Jahr zum 45. Mal (!) vom 29.-31.07. stattfinden und die malerischen Plätze und historischen Innenhöfe der Altstadt Nürnbergs mit wundervoller Musik aus vielen verschiedenen Kulturen bespielen. Die Compilation gibt 17 Kostproben des reichhaltigen Line-Ups, angestaubte Folklore sucht man darauf vergeblich. Da ist der frische Electro-Folk der finnischen Band Okra Playground oder der New Folk-Bluegrass-Mix der Henry Girls mit herrlichem Dreigesang samt Gänsehaut-Effekt. Die One-Woman-Band Maija Kauhanen mit ihrem virtousen Kantelespiel darf natürlich genauso wenig fehlen wie Yael Deckelbaums feministi-sche Hymne „What About The Women“. Djazia Satour, die mit ihrer Musik ihr algerisches Erbe auf eine sehr subtile und originelle Weise erforscht und arabische Folklore und Pop mixt, war für mich eine ganz neue Entdeckung. Außerdem dabei: Nomfusi mit ihrem mit-reißenden Song „Wave Of Love“. Aus Neapel kommt die mit Gitarre und Mandoline verstärkte, strahlende Stimme von Suonno D’Ajere, aus Portugal der grandiose zehnköpfige A-Cappella-Chor Sopa de Pedra.
VÖ: 22.07.2022 | Folk Galore | 17 Tracks | Infos
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Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen. Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas:
Hildegard Bernasconi, Maria Bätzing, Marie Koppel & Mane Stelzer und
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ein Projekt des Trägervereins: Frauen machen Musik e.V.,
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