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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,
wir hoffen, ihr habt es schön und könnt den Sommer in vollen Zügen genießen! Wir sind nach unseren Ferien bereits wieder voller neuer Ideen am Werk und haben heute eine ganz besondere Verlosung anzubieten, und zwar erstmals mit einer Gewinnspiel-Frage: in welchem Film wurde der Song „Where Did You Sleep Last Night“ verwendet? Die Antwort findet ihr im Newsletter. Schickt uns bis 24.07.2019 eine Mail mit der richtigen Antwort im Betreff und eurer Postadresse, dann habt ihr die Chance, eine Überraschungs-CD zu gewinnen. Wenn ihr bis zum Ende des Newsletters durchhaltet, erwartet euch außerdem erstmals ein Teaser zu weiteren brandneuen MELODIVA-Reviews unseres Redaktionsteams, die ihr nicht verpassen solltet!
Viel Spaß beim Lesen & liebe Grüße von
Eurer Mane vom MELODIVA-Redaktionsteam
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THEMEN – AUSGABE JULI 2019
1) JESCA HOOP – “Stonechild” (Singer-/Songwriter | Folk) 2) V.A./RUF RECORDS – „25 Years Anniversary“ (Blues | Rock) 3) LATA DONGA – „Variacijas“ (Folk) 4) KIMBEROSE – “Chapter One” (Soul | Jazz) 5) IDER – „Emotional Education“ (Alternative | Pop) 6) PENELOPE ISLES – „Until The Tide Creeps In“ (Indie | Alternative) WEITERE REVIEWS AUF MELODIVA
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1) JESCA HOOP – “Stonechild”
Singer-/Songwriter | Folk (USA) „Outside Of Eden“ heißt eine Single aus Jesca Hoops neuem Album „Stonechild“, die es mir sofort angetan hat. Ein zart berührendes Folkstück, auf dem sie mit ihrer Kollegin This Is The Kit und ihrem 12jährigen Neffen Justis zu hören ist: „I see it as a feminist anthem; we big sisters encouraging our shut-in boys to love the very real, the very living, and breathing girl. (…) Kids and tech are at the centre of this one. The fact that kids can and are accessing such potent material without guidance really bothers me. (...) I feel for what they are missing out on compared to the wild outdoor life I lived as a child." Dabei hat sich die kalifornische Künstlerin dem Produzenten John Parish (PJ Harvey, Aldous Harding, This is the Kit) anvertraut und – unterstützt von der Indieband Lucius - in Bristol ihre Platte eingespielt. Die Zusammenarbeit mit Parish beschreibt sie als eher schmerzlich: “I’ve never been so brutally edited (…) He said, you will forgive me, and in some way I think I actually enjoyed that treatment… being stripped back to the bare basics… albeit painfully”. Die Kollaboration hat ihrer Musik gut getan, herausgekommen sind 11 zum Dahinschmelzen schöne Folksongs, in denen sie Rassismus, „hate crimes“ (“Red White and Black”) und kulturelle Stigmatisierung anprangert („Shoulder Change“). Ihre behutsamen Gitarrenmelodien sind schon eine Klasse für sich, zusammen mit ihrer tollen, warmen Stimme, märchenhaften Chören und fantasievoll agierenden Bandkollegen ergeben sie ein grandioses Gesamtkunstwerk.
VÖ: 05.07.2019 | Memphis Industries | 11 Tracks | https://jescahoop.com/
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2) V.A./RUF RECORDS – „25 Years Anniversary“
Blues | Rock
Bis ins Jahr 1994 reicht die Geschichte des Independent-Labels Ruf Records zurück, als der Gründer Thomas Ruf Luther Allison die Möglichkeit geben wollte, sein neues Album zu veröffentlichen. Seitdem hat das Label 220 Alben herausgebracht, über 3 Mio. Platten verkauft und zwei Grammy-Nominierungen und Blues Music Preise abgeräumt. Zum 25jährigen Jubiläum hat Ruf Records nun einen Jubelsampler aufgelegt, an dem sich Interessierte am Blues richtig satthören können. Erfreulicherweise sind nicht nur Highlights von Altstars wie Luther Allison oder der BB King Band darauf zu finden, sondern auch Konzerte von jüngeren Künstler*innen wie z.B. Samantha Fish (USA), Vanja Sky (HR), Ina Forsman (FI) und Katarina Pejak (RS). Blues- und Rockfans dürften sich aber vor allem über die 12 Videomitschnitte von Konzerten freuen. Die DVD enthält nämlich zahlreiche Schmankerl, von Joanne Shaw Taylors grandiosem Auftritt mit viel Drive und ekstatischen Gitarrensoli zu diversen „Blues Caravan“-Konzerten der letzten fünf Jahre der seit 2005 jährlich neu zusammengestellten Tourbands. Daran haben weitere talentierte Musikerinnen wie Ally Venable, Vanessa Collier, Layla Zoe und Christina Skjolberg sowie die herausragende Gitarristin Laura Chavez aus Kalifornien mitgewirkt. Letztere wird im Booklet nicht namentlich genannt, stand aber mit dem Blues Caravan 2017 auf der Bühne und ist eine echte Entdeckung! Wer weibliche Vorbilder an der E-Gitarre sucht: voilà!
VÖ: 14.06.2019 | Ruf Records | 14 + 12 Tracks | http://www.rufrecords.de
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3) LATA DONGA – „Variacijas“
Folk (Lettland) In der lettischen Geschichte spielen mündlich überlieferte Lieder schon lange eine identitätsstiftende Rolle, sie hielten die lettische Kultur und Sprache auch in Zeiten staatlicher Unterdrückung, im Widerstand gegen die Sowjetunion am Leben. Die lettischen Lieder- und Tanzfeste sind die größten Festtage des Jahres und die Zahl der verschiedenen bis heute archivierten Lieder (Dainas) in Lettland beläuft sich auf fast zwei Millionen. Das Ensemble Lata Donga taucht mit seinem Debütalbum “Variacijas” tief in diese Traditionen ein und erkundet die Volksmusik aus verschiedenen Teilen Lettlands. Lata Donga, das sind vier Mitglieder einer Familie: Aida Rancane und Andris Kapusts mit ihren Töchtern Asnate und Aurelija Rancane, die auch im bekannten Folk-Vokalensemble Tautumeitas aktiv sind. In ihrem Bandnamen und ihren Liedern, die zu den Festen des Jahreslaufs und zu Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen gesungen werden, verbinden sie das "Weibliche und das Sakrale". In den 16 Liedern ihres Debüts steht der Wechselgesang aus Vorsänger*in und Chor im Fokus, und es ist die in Lettland als Volksinstrument weit verbreitete Kokle-Zither zu hören. Dass außerdem ein Multikulti-Instrumentarium aus Monochord, verschiedenen Trommeln (Darbuka, Daf, Hank Drum), Dudelsack, Kontrabass, Saxophone, Gitarre und indischer Sarod sowie elektronische Klänge zum Einsatz kommen, macht die Platte zu einem noch ungewöhnlicheren und interessanten Hörgenuss. VÖ: 28.06.2019 | CPL-Music | 16 Tracks | https://cpl-music.de/kuenstler/lata-donga/
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4) KIMBEROSE – “Chapter One”
Soul | Jazz (Großbritannien) Die 28jährige Kimberly Kitson-Mills mit englischen und ghanaischen Wurzeln lebt seit ihrer Jugend in der Nähe von Paris. 2015 kam sie mit ihrer Band zusammen, im März letzten Jahres erschien ihr Debüt „Chapter One“ in Frankreich, das prompt Goldstatus bekam und ihr eine ausverkaufte Tour bis hin zum Montreux Jazz Festival bescherte. Die Soulstars der 50/60er haben es ihr angetan, aber ihre knackige Stimme erinnert mehr an Amy Winehouse. Ihre eingängigen Songs punkten mit catchy Refrains, die Band setzt ihre Stimme mit Twangwang-Gitarren, Orgel, Drums und warmem Bass in dunklen Atmosphären in Szene. Schon der kraftvolle Opener „Needed You“ hat das Zeug zum Klassiker, „I’m Sorry“ schließt sich als glasklare Soulperle an. „Strong Woman“ beginnt als Ballade und überrascht im Chorus mit einem Disco-Touch. Gefühlvolles großes Kino kann sie auch, „Waiting For You“ ist ein eindringlicher Appell an einen Jungen, der in die falschen Kreise geraten ist, wieder nach Hause zu kommen. „Where Did You Sleep Last Night“ erzählt von der tragischen Suche eines algerischen Vaters nach seiner in Paris verschwundenen Tochter und wurde für den französischen Film „Ma fille“ (2018) verwendet. Ein zweites „Kapitel“ ist bereits in der Mache und soll im Herbst erscheinen, der Vorbote "Smile“ - ein hell leuchtendes Cover von Nat King Cole, bei dem sie nur von E-Gitarre und Geigen begleitet wird – klingt schon mal sehr vielversprechend. VÖ: 21.06.2019 | Freedonia Entertainment | 11 Tracks | http://kimberose-official.com/
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5) IDER – „Emotional Education“
Alternative | Pop (Großbritannien) Das Londoner Duo Ider - Megan Markwick und Lily Somerville - veröffentlicht gerade sein lang erwartetes Debütalbum "Emotional Education". Nach sechs Jahren intensivster Zusammenarbeit präsentieren die beiden elf Songs, in denen sie ihr Innenleben ausloten und von den Nöten der Twenty-Something-Generation, von Ängsten und Selbstliebe erzählen. Das Hammerpfund, mit dem sie wuchern, ist ihr Gesang, ihre Stimmen verschmelzen zu einer Einheit. Sie klingen wie Schwestern, die schon als Kinder in der Badewanne zusammen gesungen haben. On the point, egal wie schnell, einfallsreich und: extrem cool. Eingepackt sind ihre Lyrics in einen knackig-reduzierten, synthielastigen Pop-Sound. Im Herbst sind sie auch auf Tour bei uns – don’t miss! VÖ: 19.07.2019 | Glassnote Entertainment Group LLC | 11 Tracks | http://weareider.com/
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6) PENELOPE ISLES – „Until The Tide Creeps In“
Indie | Alternative (Großbritannien) "A lot of our songs start all pretty and flowers, but then they'll delve into something darker", beschreibt die Band Penelope Isles ihre Musik. Den Kern der Band aus Brighton bilden die Geschwister Jack und Lily Wolter, gemeinsam mit zwei weiteren Musiker*innen haben sie kürzlich ihren beeindruckenden Erstling veröffentlicht. Die Themen speisen sich aus den Erfahrungen der beiden: “Leaving home, moving away, dealing with transitions in life and growing up. We are six years apart, so we had a different experience of some of this, but we share a similar inspiration when writing music “, erklärt Jack. Das Quartett hat einen ganz eigenen verträumten Sound voller verklärter Gesänge, der eigentlich eher in das sonnige Kalifornien entführt, schimmernd, unbeschwert. Wer noch einen mitreißenden Soundtrack für den Sommerurlaub sucht, sollte in dieses Album reinhören.
VÖ: 12.07.2019 | Bella Union/PIAS | 10 Tracks | https://www.penelopeisles.com
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IMPRESSUM: FRAUEN MUSIK BÜRO,
ein Projekt des Trägervereins: Frauen machen Musik e.V.,
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