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Liebe Melodiven, Freundinnen & Freunde!
Pünktlich zum Jahreswechsel sind die Flyer für die Frauen Musik Woche 2017 fertig geworden! Wir haben tolle Musikerinnen eingeladen und sind schon jetzt überzeugt, dass es wieder eine grandiose Woche werden wird! Schaut doch mal auf unserer Homepage vorbei und wartet nicht zu lang mit dem Anmelden! Bis dahin wünschen wir Euch frohe Festtage, erholsame Winterferien und ein glückliches und vor allem friedvolles neues Jahr!
Euer MELODIVA-Redaktionsteam
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THEMEN – AUSGABE DEZEMBER 2016
1) LP – „Lost On You“ (Rock | Pop | Indie) 2) FJARILL – “Stilla Tyd” (Folk) 3) SARAH CHAKSAD ORCHESTRA – “Windmond” (Jazz) 4) V.A. – „LAUT yodeln – Fern–nah–weit“ (Folk | World) 5) KONNI KASS – “Haphe” (Electro | Indie | Pop)
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1) LP – „Lost On You“
Rock | Pop | Indie (USA)
Das vierte Album der US-Künstlerin Laura Pergolizzi aka LP beginnt mit dem traurig-scheppernden Rhythmus von Ketten und führt direkt in die Abgründe einer gescheiterten Liebesbeziehung („muddy waters“). Dieses Thema zieht sich durch das ganze Album; laut Bandinfo schrieben sich die Songs wie von selbst und beschworen das Ende ihrer Liebesbeziehung herauf, bevor LP sich dessen bewusst war. Die Enddreißigerin hat bereits mit ihren ersten beiden Soloalben Presse und Publikum verzückt und Superstars wie Rihanna und Christina Aguilera Songs auf den Leib geschrieben. Aber erst „Lost On You“ geht seit diesem Herbst geradezu durch die Decke. Das fröhliche Titellied mit dem traurigen Text geht sofort ins Ohr und verbreitet dort eine sonderbare Mischung aus Wohlgefallen und Melancholie; vielleicht, weil sie sich selbst als von Natur aus optimistisch beschreibt und ihre Songs auf diese „Wir hängen da alle mit drin-Art und Weise“ (O-Ton LP) schreibt. Ihr Erfolg dürfte aber auch an ihrer ungewöhnlichen Erscheinung liegen, bei der ihre Zartheit, eine dunkle Lockenmähne und ein riesiges Segelschiff-Tattoo auf dem Dekolleté mit einer ungeheuer starken Stimme kontrastieren. Wie es sich für einen Liebesleid-Soundtrack gehört, hat sie das Album rootsy und dunkel angelegt, ganz stark z.B. „Tightrope“, „Death Valley“ und „No Witness“ oder „Strange“ mit seinen Humming-Männerchören. Popfreunde kommen bei Songs wie „Up Against Me“ auf ihre Kosten.
VÖ: 09.12.2016 | Vagrant Records | 10 Tracks | http://iamlp.com/
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2) FJARILL – “Stilla Tyd”
Folk (Schweden/Südafrika)
Ein ganz besonders schöner Winter-Soundtrack kommt dieser Tage von Fjarill, einem preisgekrönten Duo aus Hamburg. Die Schwedin Aino Löwenmark (Piano) und die Südafrikanerin Hanmari Spiegel (Geige) sind bereits seit mehr als zehn Jahren auf Deutschlands Bühnen unterwegs und haben sich in vielen Konzerten als Meisterinnen der leisen Töne erwiesen. Mit „Stilla Tyd“ veröffentlichen sie ihren siebten Longplayer. Der Titel ist eine Melange aus „Stilla“ (schwedisch für „leise“) und „Tyd“ (afrikaans für „Zeit“) und beschreibt sehr treffend die Atmosphäre dieser kristallklaren, ruhigen und berührenden Musik. "Nur“ mit Gesang, Piano und Geige entfaltet sie eine fast schon magische Wirkung, sanft einhüllend, umschmeichelnd, bisweilen fast überirdisch schön wie ein klarer Bergsee. „Vattenspegel“ (Wasserspiegel) ist ein Stück, das mit der Kraft seiner Stimmen gar zu Tränen rührt. Die 11 Songs stammen größtenteils aus eigener Feder und sind bis auf eine Ausnahme auf afrikaans in schwedischer Sprache. Mit zwei Traditionals wird es dann noch richtig schön (!) weihnachtlich.
VÖ: 02.12.2016 | Butter & Fly Records | 11 Tracks | www.fjarill.de
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3) SARAH CHAKSAD ORCHESTRA – “Windmond”
Jazz (Schweiz)
Die Schweizer Saxophonistin Sarah Chaksad kann wohl mit Fug und Recht als umtriebige Vollblutkomponistin bezeichnet werden. Schon während ihrer Schulzeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Komponieren und schrieb für ihre Maturarbeit Lieder für den Schulchor. Ihre Bachelorarbeit war ein Liederheft mit Kompositionen für Kinder, die zur besten des Jahres gekürt wurde. Während ihres Masters gründete sie ein nach ihr benanntes 15köpfiges Ensemble, mit dem sie ihr Diplom-Konzert spielte. Neben diesem Herzensprojekt, für das sie schreibt, ist sie Bandleaderin und Komponistin der Popsoulband Neighborschip und Mitbegründerin der all female Bigband Cloud Cluster Collective, die aus 14 Profimusikerinnen besteht. Noch Fragen? Nun also„Wintermond“, das erste Album ihres 2012 gegründeten Orchesters. Mit der Besetzung von vier Saxophonen, drei Trompeten, drei Posaunen, einer Sängerin (Julie Fahrer) und der Rhythm Section, kreiert Sarah Chaksad einen sehr frischen Bandsound und abwechslungsreichen Soundtrack, der voller Geschichten von Wasserfällen, neuen Engeln und Kindheitsfantasien steckt, mal gemeinsam, mal im Solo erzählt. Besonders gut gefallen mir der mitreißende, leicht orientalisch angehauchte Opener „Halo“, das melancholische „Waterfall“ oder „Look Back And Laugh“ mit seinen satten, furiosen Bläserpassagen. „Insensitive Lady“ enthält ein Schlagzeugsolo, das alle Bandmitglieder mitreißt.
VÖ: 18.11.2016 | Neuklang | 9 Tracks | http://www.sarahchaksad.com
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4) V.A. – „LAUT yodeln – Fern–nah–weit“
Folk | World
Mit dem Jodel-Diplom hat frau doch „was Eigenes“ (Evelyn Hamann) – wer einmal einen mehrstimmigen Andachtsjodler gesungen hat, weiß um die Wirkung dieser besonderen Kulturtechnik. Gejodelt wurde und wird fast überall auf der Welt, in vielen Kulturen ist das Jodeln seit je her ein Verständigungsmittel über weite Distanzen. Doch auch im urbanen Raum erfreut sich das Jodeln zunehmender Beliebtheit, der die kürzlich veröffentlichte Compilation des Trikont-Labels „LAUT yodeln“ jetzt Rechnung trägt. Sie enthält die schönsten Live-Mitschnitte des gleichnamigen, im Sommer 2016 mit dem Münchner Kulturreferat veranstalteten Festivals. Nicht fehlen darf da natürlich die ausdrucksstarke US-Schweizerin Erika Stucky, die viele aus dem Film „Heimatklänge“ kennen. Sie ist schon lange für ihre expressive Gesangskunst bekannt und bekennende Jodlerin. Eine ähnliche Verbindung gibt es bei der Band Yellow Bird, die mit ihrer fröhlichen Modern Roots Music vertreten ist: die US-Amerikanerin Manon Kahle ist die Haupt-Songschreiberin der Band, mit dabei ist außerdem die Schweizerin Lucia Cadotsch. Das Duo Drasch-Reiter, das aus der Geigerin Monika Drasch und Maria Reiter am Akkordeon besteht, vertritt die etwas gesetztere niederbayrische Variante, während die seit über 20 Jahren bestehende afro-keltische Tanzband Baka Beyond um die Sängerin Su Hart das Jodeln von ihren Reisen zu den Baka aus Kamerun mitgebracht hat, wo das Jodeln zum Überleben beiträgt. Neben diesen weiblichen Acts haben wahnwitzige Stimmkünstler wie Christian Zehnder ihren Platz oder das Trio Natur Pur, das eine Art „Jodel-Gregorianik“ betreibt. Die CD zeigt einen zwar kleinen, aber beeindruckenden Teil der großen Vielfalt des Jodelns.
VÖ: 18.11.2016 | Trikont | 15 Tracks | http://trikont.de
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5) KONNI KASS – “Haphe”
Electro | Indie | Pop (Färoer Inseln)
Traumverlorene Musik kommt von den 18 Inseln der Nachfahren der Wikinger, den Färöer Inseln. Konni Kass heißt die Musikerin und sie hat mit drei Bandkollegen Anfang 2015 begonnen, ihr Debütalbum „Haphe“ aufzunehmen. Wenige Auftritte brachten der Band 2016 bereits eine Anchor Award Nominierung ein, die vom Reeperbahnfestival ausgelobt wird und Bands mit dem Titel „vielversprechendes Talent“ adelt. Das Album bietet elektronisch verklärten Indiepop, bei dem Kass‘ ausdrucksstarke, soulig-rauchige Stimme im Vordergrund steht. Die Songwriterin, die Piano, Gitarre und Saxophon spielt, kreiert, wie sie selbst sagt, mit ihren Songs eine andere, schönere Welt, in der sie ganz eintaucht, dabei hat sie ein talentiertes Händchen für „catchy tunes“. Mit ihrem Debüt ist ihr mit ihrer Band ein intensiver, aber auch gewaltiger Soundtrack gelungen, der Ruhepol und stürmische See zugleich ist. Im Frühjahr kommen sie für fünf Termine nach Deutschland.
VÖ: 11.11.2016 | Tutl Records | 10 Tracks | https://www.facebook.com/konnikassmusic
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von MAX & LAURA BRAUN, PUHTI, DAYA, GABRIELE HASLER & GÜNTER BABY SOMMER, TUIJA KOMI, MACY GRAY, SUBSYSTEM, u.v.m. ... sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
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Hildegard Bernasconi, Mane Stelzer und
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