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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,

großartige Musik aus Norwegen, Großbritannien und den USA erwartet euch in diesem Newsletter und noch mehr Schönes vom Berliner Singer-/Songwriter-Duo BERGE. Das schreibt nicht nur tolle Songs, sondern setzt sich auch unermüdlich für eine bessere Welt ein ("Mein Lied"). Die beiden veröffentlichen am 30.08. ihr neues Album „Für die Liebe“ und sind ab 09.09. auf großer Konzerttour. Und jetzt kommts: Wir verlosen 2 CDs UND 2 x 2 Tickets für ihr Konzert am 24.09. in Berlin im Festsaal Kreuzberg! Alles, was ihr tun müsst, ist folgende Gewinnspiel-Frage zu beantworten: "An wessen Klavier schrieb Hanne Hukkelberg ihre Songs?" Die Antwort findet ihr im Newsletter. Schickt uns bis 20.08.2019 eine Mail mit der richtigen Antwort sowie der Info, ob ihr eine CD oder Tickets gewinnen wollt. Ach ja, und die Postadresse nicht vergessen!

Viel Spaß beim Lesen & liebe Grüße von

Eurer Jasmin & Mane vom MELODIVA-Redaktionsteam

 
 
THEMEN – AUSGABE AUGUST 2019

1) MARIKA HACKMAN – “Any Human Friend”
(Indie | Pop)
2) MADISON CUNNINGHAM
- „Who Are You Now“
(Singer-/Songwriter | Jazz | Folk
3) HANNE HUKKELBERG – „Birthmark“
(Jazz | Electro | Experimental)
4) JESSE PALTER – “Paper Trail”
(Singer-/Songwriter | Pop)
5) BENEDICTE MAURSETH
– „Benedicte Maurseth“
(World | Folk)
WEITERE REVIEWS AUF MELODIVA

 
 
 
 
 
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1) MARIKA HACKMAN – “Any Human Friend”

Indie | Pop (UK)

“Any Human Friend” ist bereits Marika Hackmans drittes Studio Album, co-produziert von David Wrench und veröffentlicht über AMF Records / Caroline International. Sie ist seit 2012 im Musikgeschäft tätig und veröffentlichte bereits 2015 und 2017 erfolgreiche Alben. Nachdem ihre erste Platte sehr folkig geprägt war, entwickelt sich Hackmans Musik seitdem mehr in die Richtung Indie-Rock. In ein einziges Genre lässt sich ihr neustes Album jedoch nicht stecken. Es ist ein farbenreiches Zusammenspiel aus Pop, Jazz, Indie-Rock und R&B. Ihre Songs sind explorativ und außergewöhnlich. Die britische Feministin erzählt in ihren Liedern von Trennungsschmerz, ihrer Frustration über die Gesellschaft, sowie von queerem Sex und Masturbation. Sie hat genug davon, dass über weibliche Sexualität in der Gesellschaft – wenn überhaupt – fast nur aus fetischisierter männlicher Perspektive gesprochen wird. In „All Night“ beschreibt sie Sex mit einer Frau aus der Perspektive einer Frau. Aber auch gefühlvolle Lieder über Zwischenmenschlichkeit und Einsamkeit finden Platz auf ihrem Album. Angehaucht von Melancholie führen sie einen in die Welt des Schmerzes. Doch auch wenn die Texte teils ziemlich depressiv sind, werden die meisten Lieder mit einer poppigen Melodie untermalt und der Text ist gleich vergessen. Rebellisch, schmerzvoll und unglaublich ehrlich. Das ist wohl die beste Beschreibung für Hackmans neuestes Werk.

VÖ: 09.08.2019| Caroline International | 11 Tracks | http://marikahackman.com/

 
 
 
 
 
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2) MADISON CUNNINGHAM – “Who Are You Now”

Singer-/Songwriter | Jazz (USA)

“Für Fans von Aimee Mann, Joni Mitchell und Jeff Buckley“ beschrieb der Rolling Stone die Musik der 22jährigen Kalifornierin Madison Cunningham, die jüngst beim Label Verve Forecast unter Vertrag gekommen ist - klar also, dass ich mir ihr Debüt-Album „Who Are You Now“ anhören würde! Bereits im Opener „Pin It Down“ wird klar, warum das Label ihr eine Zusammenarbeit angeboten hat und davon ausgeht, dass sie eine große Karriere vor sich hat wie ihre Forecast-Vorgänger*innen (John Lee Hooker, Janis Ian, u.a.): diese Musikerin scheint nicht nur über eine unverschämte Portion Songwriting-Talent zu verfügen und mit einer atemberaubenden Stimme voller Groove und Soul gesegnet zu sein; sie spielt auch noch begnadet E-Gitarre dabei. Im Alter von sieben Jahren begann sie damit, Songs schreibt sie seit der Pubertät. "Als ich 15 oder 16 wurde, wurde mir klar, dass ich ein guter Songwriter sein wollte (…) Joni Mitchell und Bob Dylan brachten mich in Form - weckten mich auf. Ich dachte, wenn ich jemals in meinem Leben etwas von dem gleichen Geist einfangen wollte, müsste ich jeden Tag hart arbeiten", blickt sie zurück. Ihre cleveren Riffs und Melodien verleihen jedem Song eine eigene Note. Jeder Song ist ein kleines Meisterwerk voller sorgsam verteilter dunkler Untertöne („Dry As Sand“) und betörender Harmonien - und einem Gesang, der tief ins Herz geht („Like You Do“). Auch die Arrangements haben es in sich und strotzen nur so vor Einfällen („Common Language“). Selten so ein beeindruckendes Debüt gehört.

VÖ: 16.08.2019 | Verve Forecast | 10 Tracks | http://www.madisoncunningham.com/

 
 
 
 
 
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3) HANNE HUKKELBERG – „Birthmark“

Jazz | Electro | Experimental (Norwegen)

Bereits ihr sechstes Album bringt Hanne Hukkelberg nun auf den Markt. Mit ihrem neuen Album „Birthmark“, welches sie bei ihrem eigenen Label Hukkelberg Music veröffentlicht, bringt sie ein erfrischendes und andersartiges Musikwerk heraus. Die Norwegerin Hanne Hukkelberg begeistert mit organischem Sound, fokussiert auf Pop, aber auch mit Inspirationen aus Soul und R'n'B. Schon zu Beginn ihrer bereits 15-jährigen Karriere war ihre Musik eine Mischung aus Pop, Jazz und Electronica. Mit ihrer innovativen Musik, die also nicht nur in ein spezifisches Genre einzuordnen ist, hat sie sich inzwischen Fans aus aller Welt erspielt. Alle Songs ihres neuen Albums hat sie auf dem Klavier ihrer geliebten, verstorbenen Großmutter improvisiert, weshalb dieses Album für sie etwas sehr Persönliches ist. Zusätzlich zu Gesang und Klavier sind die Songs mit einigen Percussion-Elementen bestückt, welche mit zweckentfremdeten Haushaltsgeräten aufgenommen wurden. Produziert wurde alles in ihrem eigenen Studio Grünerløkka in Oslo. Nachdem ihre früheren Alben von Vestrheim produziert wurden, hat sie nun alles selbst in die Hand genommen und hat eine minimalistischere Produktion bevorzugt, damit Gesang und Texte im Vordergrund stehen. Inhaltlich liegen die englischsprachigen Stücke auf einem breiten Spektrum: von alltäglichen Themen wie Liebe und Verlust bis zu existenziellen Fragen und Themen der Wissenschaft und dem Glauben. Was ich an dem Album schätze ist, dass es kein alltäglicher Sound ist, sondern man ihre individuelle Note erkennt. Schon nach den ersten Liedern ist man so sehr in Hukkelbergs Welt eingetaucht, dass man nur noch fasziniert ihrer Musik und ihrer außergewöhnlichen, aber erfrischenden Gesangsstimme lauschen kann.

VÖ: 16.08.2019 | Huckelberg Music | 9 Tracks | https://hannehukkelberg.com/

 
 
 
 
 
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4) JESSE PALTER – „Paper Trail“

Singer-/Songwriter | Pop (USA)

Eine Mischung aus Pop, Jazz und Musical Theater. Das erwartet die Zuhörer*innen auf Jesse Palters zweitem Soloalbum „Paper Trail“. Die in Detroit geborene Sängerin ist in einer musikalischen Familie aufgewachsen und hat schon früh Erfahrungen im Musical Theater gesammelt. Auch ihr Studium in Jazz & Contemplative Studies führte zu einer breitgefächerten Palette an Genres. Ihr Debütalbum „I’m Beginning To See The Light“ (2006) wurde bei den Detroit Music Awards sogar als Bestes Jazz Album ausgezeichnet. Nachdem sie nach Los Angeles gezogen war, um an Songwriting und Performing zu arbeiten, kam 2018 mit der Paper Trail EP schon ein Vorgeschmack zum 2019 erschienenen gleichnamigen Album heraus. Palters Songs sind autobiografisch und erzählen davon, was sie in ihrem Leben bisher erlebt und durchgemacht hat. Mit Gitarre, Keyboard, Bass und Schlagzeug sind die typischen Instrumente für Pop-Musik abgedeckt. Songs wie „TMI (Wouldn’t You Like To Know)“ und „Waitin‘ “ werden außerdem von einem Horn begleitet, was ihnen einen jazzigen Klang verleiht. In ihren großartigen Songs wird ihre volle, klare Stimme wunderbar hervorgehoben. In Songs, die mehr aus dem Pop-Genre kommen wie „Heart So Cold“, wird sie gerade in den hohen Tonlagen aber auch mal kräftiger und erinnert an Avril Lavigne. Insgesamt ist das Album ein mitreißendes Erlebnis mit Präsentationen aus verschiedenen Genres und lässt keine Wünsche offen.

VÖ: 19.07.2019 | Artistry Music | 10 Tracks | http://www.jessepalter.com/

 
 
 
 
 
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5) BENEDICTE MAURSETH – „Benedicte Maurseth“

World | Folk (Norwegen)

Wer die ersten Takte der Musik von Benedicte Maurseth hört, kann erst einmal tief durchatmen. Ganz allein ist sie darauf nur mit ihrer Hardanger-Fiddle an einem Frühlingstag in einer Kirche in Norwegen zu hören. Auf ihrem neuen Album nimmt sich die Musikerin die Freiheit, sich traditioneller Musik aus dem 18. und 19. Jhdt. nicht in erster Linie als Storytellerin, sondern als Improvisatorin zu nähern. Etwas, was sie schon in jungen Jahren - ohne es zu merken - tat, als sie die alten Hardanger Fiddle-Traditionen einstudierte. Maurseth wurde 1983 in der wunderschönen gleichnamigen Fjord-Region in Westnorwegen geboren und begann mit 8 Jahren, die Fiddle zu spielen. Noch heute ist sie glücklich darüber, dass ihr langjähriger Lehrer Knut Hamre sie nie am Improvisieren hinderte. Nie fielen Wörter wie „falsch“ oder „Fehler“ (stattdessen sprach er von „Variationen“ und „Möglichkeiten“), wie sie in den Liner Notes erklärt. Später studierte sie Norwegische Folk Music Performance und arbeitete mit vielen verschiedenen Künstler*innen aus dem Barock über Jazz bis freier Improvisationsmusik zusammen. Hinter ihrem sechsten, wohl persönlichsten Album steht der Wunsch, sich als Komponistin weiterzuentwickeln und mehr Improvisation in ihre Musik zu integrieren. So kommen Folk- und Worldmusik-Fans jetzt in den Genuss von 8 meditativ-besinnlichen Instrumentalstücken, die von feenartigen Waldwesen (hulder) oder den wechselnden Farben des Fjords erzählen. Man muss gut hinhören, um die Schönheit richtig würdigen zu können, die in dieser zeitüberschreitenden Musik innewohnt.

VÖ: 16.08.2019 | Grappa | 8 Tracks | https://www.maurseth.net/

 
 
 
 
 
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WEITERE REVIEWS AUF MELODIVA

Hatte in jüngster Vergangenheit jemand Blumen im Haar? Trug jemand Blumen in Shows? Vielleicht DAUGHTER OF SWORDS. In süßen Performances und schönen Symbolismen. Und im Format traditionellen Liederschreibens +++ Wilderness. Mit der Wildnis vergleicht die kalifornische Sängerin JADE JACKSON das Unbekannte, dem sie als Musikerin immer wieder gegenübersteht. Doch das ist nicht ihre einzige Inspiration für den Titel ihres zweiten Albums +++ "I love Jazz" ist eine Hommage an die „Lady Jazz von Deutschland“ INGE BRANDENBURG und erscheint anlässlich ihres 90. Geburtstags, rund 20 Jahre nach ihrem Tod. Marc Böttcher hat dafür Rundfunk- und private Archive nach unveröffentlichten Tonaufnahmen durchstöbert +++ In Lissabon, der Heimat des Fado, ist SARA CORREIA geboren und in einer Familie von Fado-Aficionados aufgewachsen. Dass ihr die Musik schon in die Wiege gelegt wurde, hört man bereits bei den ersten Tönen ihres selbstbetitelten Debütalbums +++ „Invisible Sounds“ ist als gesamtes Album der Jazz-Legende Kenny Wheeler (1930-2014) gewidmet. Als Protagonist*innen stehen dahinter INGRID JENSEN & STEVE TRESELER, die das Glück hatten, mit ihm zusammenzuarbeiten bzw. bei ihm zu studieren +++
Ob es sinnvoll ist, sich Musiksongs anzuhören, deren Texte man nicht versteht, ist eine Frage, die sich pauschal vermutlich nicht beantworten lässt. Für das Album „Midsommar“ des schwedisch-südafrikanischen Duos FJARILL (dt. „Schmetterling“) scheint die Antwort allerdings klar zu sein
 
 
 
 
 

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Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas: 
Hildegard Bernasconi, Maria Bätzing, Marie Koppel & Mane Stelzer und 
die Vorstandsfrauen: Gabi Rummel, Katrin Zurborg und Uta Wagner.


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