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Hallo Ihr lieben Melodiven & Freundinnen & Freunde!
Wir hoffen, Ihr hattet einen tollen Sommer und konntet die Sonne genießen. Bei uns geht es Schlag auf Schlag: bevor wir den nächsten Newsletter vom Stapel lassen, kommt hier noch eine CD-Tipps-Spätlese der Veröffentlichungen des Monats. Außerdem könnt Ihr endlich wieder was gewinnen: wir verlosen 5 Exemplare der neuen CD "Fire" der großartigen SIVAN TALMOR, frisch gepresst aus Israel (s.#2)! Wenn Ihr eins davon haben möchtet, schickt uns bis 28.08.2016 eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" und Eurer Postadresse an musik@melodiva.de. Und jetzt viel Spaß mit den CD-Tipps wünschen Euch
die MELODIVEN
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THEMEN – AUSGABE AUGUST 2016
1) THE SAVAGE FIVE – "Sleepwalking" (Chamber | Jazz) 2) SIVAN TALMOR – "Fire" (Pop | Folk ) 3) SUNNA GUNNLAUG – "Cielito Lindo" (Jazz) 4) JOSEPH – "I'm Alone, No You're Not" (Pop | Indie | Folk) 5) PHIA - "The Ocean Of Everything" (Pop)
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1) THE SAVAGE FIVE – "Sleepwalking"
Chamber | Jazz (Irland)
The Savage Five ist das neuste Projekt der irischen Sopranistin, Violinistin und Songwriterin Suzanne Savage und des Cellisten Hugo Smit aus Neuseeland. Die beiden machen bereits seit 2004 im Duo TwoVersus Musik und erfüllten sich mit „Sleepwalking“ den langgehegten Traum, ihre Musik mit weiteren Klangfarben und mehr Dynamik auszustatten. Ein Großteil der elf Songs auf dem neuen Album ist denn auch schon auf ihrem älteren Album „Cast“ (2013) erschienen. Mit Lianne Van den Berg (Violine), Rachael Yates (Bratsche) und Sven Otte (Kontrabass), die tagsüber in klassischen Formationen, abends meist in Jazzensembles die Saiten streichen und zupfen, haben die beiden kongeniale MusikerInnen gefunden. Mit ihrem Anspruch, das „Kunstlied“ mit unerschrockener Entdeckerlust neu zu erfinden, haben sie ein aufregendes Hörvergnügen geschaffen, ungeheuer dynamisch und interessant. Savage’s ausdrucksstarke Sopranstimme hat dabei das, was vielen sehr hohen Stimmen abgeht: Soul. Der Kontrast ihrer Stimme zur dunkel gefärbten Jazz-Kammermusik ist großartig. Eine ordentliche Portion Drama ist auch zu hören, zuweilen klingt die Musik bildgewaltig und enorm spannend. Fazit: Nicht immer gewinnt die Musik, wenn eine reduzierte Besetzung zugunsten einer größeren Klangfülle aufgegeben und um weitere Mitspieler erweitert wird. Bei den „wilden Fünf“ ist es anders - hier kommen brillante Ideen erst richtig zur Geltung.
VÖ: 12.08.2016 | 11 Tracks | Herbie Martin Music | http://thesavagefive.com/home-de/
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2) SIVAN TALMOR – "Fire"
Pop | Folk (Isreal)
Mit 14 tourte sie als Sängerin durch Israel, mit 18 trat sie in die Armee ein und sang dort auch in einer Band; ab da wusste Sivan Talmor, dass sie "fortan als Sängerin ein bisschen Glück und Freude in die Herzen der Menschen bringen wollte". Und das tut die Singer-/Songwriterin mit ihrer Gitarre, ganz unaufgeregt, mit sieben wunderschönen Popfolk-Songs auf ihrem ersten englischsprachigen, aber insgesamt zweiten Album "Fire". Ihr Gesang ist zart und intim, als flüstere sie kleine Geschichten ins Ohr, begleitet von einer sensiblen Band, die - mit Wurlitzer, Bläsern, Glockenspiel, Harfe und Twang-Wang Gitarren angereichert - mal nach Varietè, dann wieder nach Folk Noir mit Western-Attitude klingt. Als Gastmusiker wirkten Avishai Cohen (Trompete), Maya Belsitzman (Cello) und das isrealische The Revolution Orchestra mit.
VÖ: 12.08.2016 | Chaos Records | 7 Tracks | http://www.sivantalmor.com/
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3) SUNNA GUNNLAUG – "Cielito Lindo"
Jazz (Island)
Die Pianistin Sunna Gunnlaugs ist eine der umtriebigsten Figuren der isländischen Szene. Neben verschiedenen Ensembles betreibt sie das Label Sunny Sky Records und ist künstlerische Leiterin des renommierten "Reykjavik Jazz Festivals". Auf ihrem neuen Album sind außer ihrem Pianospiel die Mitglieder ihres seit zehn Jahren bestehenden Trios, der Bassist Porgrimur Jonsson sowie der US-amerikanische Schlagzeuger und Scott McLemore zu hören. Letzterer ist Gunnlaugs Ehemann und ein Grund, warum die Pianistin nach zwölf Lehrjahren in New York wieder in ihrer Heimat Island lebt. Auf „Cielito Lindo“ veröffentlichen die drei vor allem ihre eigenen Kompositionen; als Zwischenspiele finden sich sog. „Spins“, kurze Improvisationen. Die Musik wechselt von fröhlichen Grooves („Workaround“ - mein Favorit) zu ganz ruhigen Klängen („Compassion“). Es ist vor allem die Landschaft Islands, die Gunnlaug in einem Interview als Einfluss nennt: "Raum – der größte Unterschied zwischen New York und Island liegt in dem Raum, der Weite, die einen hier umgibt. Sowohl optisch wie akustisch: Man sieht das Meer, die Berge. (...) Das Leben strahlt Ruhe aus und das hat natürlich einen Einfluss auf den künstlerischen Prozess, sowohl auf die Kompositionen, als auch auf das Spiel." Daneben bereichern Coverversionen von „Summertime“ (Gershwin) und „Johnsburg, Illinois“ (Tom Waits) das Programm. Das Titelstück „Cielito Lindo“ ist ein mexikanisches Volkslied. Alles in allem ist "Cielito Lindo" ein einladender, leichtfüßiger Inseltrip.
VÖ: 19.08.2016 | Sunny Sky Records | 14 Tracks | http://www.sunnagunnlaugs.com/
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4) JOSEPH – "I'm Alone, No You're Not"
Pop | Indie | Folk (USA)
Joseph ist das Bandprojekt von Natalie Closner und ihren jüngeren Zwillingsschwestern Meegan and Allison aus Portland. Dass sie bereits mit James Bay auf Tour waren, gibt schon den ersten Hinweis, in welcher Richtung die drei unterwegs sind. Dabei machen sie erst seit wenigen Jahren zusammen Musik. Den grandiosen Gesangsharmonien ist das nicht anzuhören. Ein bisschen Hippie-Feeling, Fleetwood Mac lassen grüßen, Gänsehaut-Chöre - StimmliebhaberInnen werden ihre Freude an diesen Songs haben! Und es zeigt, welche Gestaltungsmöglichkeiten eine Band mit drei tollen Stimmen hat und wie wenig mehr es bedarf (wie z.B. die wunderschöne (E-)Gitarren-Begleitung). "I'm Alone, No, You're Not" hat jedenfalls schon jetzt einen prägnanten Stil, den andere MusikerInnen jahrelang suchen. Am Ende wartet das feine Folkpop-Album noch mit einem Highlight auf: dezent instrumentiert, zeigt das komplett dreistimmige "Sweet Dreams" die ganze Kunst der Schwestern. Weitere Anspieltipps: "Hundred Ways" & "Whirlwind.
VÖ: 26.08.2016 | ATO | 11 Tracks | http://thebandjoseph.com/
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5) PHIA - "The Ocean Of Everything"
Pop (Australien)
Eine junge Singer-/Songriterin und studierte Improvisatorin (!) aus Melbourne präsentiert mit "The Ocean Of Everything" ihr Debüt. Mit ihrer Kalimba und einem Loop-Gerät begann Phia 2011 ihre Karriere in Berlin, seitdem hat sie in vielen Ländern Hunderte Konzerte gespielt. Es ist beeindruckend, wie sie in ihren Konzerten Schicht für Schicht treffsicher übereinander legt und so ein One-Woman Orchestra erschafft. Anscheinend war es gar nicht so leicht, ihren ungewöhnlichen Livesound auf dem Album einzufangen; es wurde viel ausprobiert und wieder verworfen und im Studio von Produzent Joshua Teicher mit Bass-, Gitarre- und Keyboardklängen experimentiert. Herausgekommen ist ein zauberhafter Soundtrack aus poetischen Popsongs, in denen ein kleines Instrument, die Kalimba, eine große Rolle spielt. Ihre Lyrics offenbaren, dass sie ein Faible für Gedanken- und Wortspiele hat. Mit einer guten Prise Humor und viel Fantasie sinniert sie über das Wenn-Dann und singt wunderschöne "kleine" Liebeslieder.
VÖ: 26.08.2016 | Labelship | 11 Tracks | http://www.listentophia.com/
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Auf MELODIVA findet Ihr weitere CD-Reviews von LEBO, JANICE DIXON, DEFNE SAHIN, YVI WILD, LISA LYSTAM FAMILY BAND, TARJA, MAIDAVALE, MI SOLAR, CASE/LANG/VEIRS u.v.m. ... sowie Infos, Reports und Konzert- und Workshoptermine: http://www.melodiva.de.
Wenn Ihr Tipps & Infos für den nächsten Monat habt, meldet Euch wie immer bei uns unter musik@melodiva.de!
Wer diesen Newsletter trotz seines überaus informativen, sorgfältig recherchierten und interessanten Gehalts in Zukunft lieber nicht mehr bekommen möchte, kann sich hier austragen.
Viel Spaß beim Lesen wünschen Euch Eure Melodivas:
Hildegard Bernasconi, Mane Stelzer und
die Vorstandsfrauen: Lexi Rumpel und Gabi Rummel
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