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Liebe Melodiven, Freund*innen & Musikinteressierte,

wie finde ich den für mich richtigen Weg im Leben? Wohin will ich und vor allem: wohin nicht? Das fragt sich die deutsche Singer-/Songwriterin und Geigerin PHELA auf ihrem zweiten Album "Wegweiser" und stellt ihre neuen Songs als Support für Helgi Jonsson in Leipzig@Neues Schauspiel und am 23.04. in Hamburg@Laeiszhalle vor. Wer ihre persönlichen Popsongs auch zuhause hören will, schicke uns einfach eine Mail mit dem Betreff "Verlosung" und der Postadresse (Einsendeschluss: 21.04.2019), wir verlosen 3 CDs unter allen Einsendungen. Und jetzt wünschen wir euch erholsame und sonnige Osterfeiertage und viel Spaß mit unseren Musiktipps.

Liebe Grüße,

Eure Mane vom MELODIVA-Redaktionsteam

 
 
THEMEN – AUSGABE APRIL 2019

1) MADISON VIOLET – „Everything's Shifting“
(Folk | Country | Pop
2) ANNE PACEO – „Bright Shadows“
(Jazz | Soul | Pop)
3)
HANIA RANI – „Esja“
(Classical | Ambient)
4)
STEALING SHEEP – “Big Wows”
(Electro | Pop)
5) LISSIE – „When I'm Alone: The Piano Retrospective”
(Rock | Pop)

 
 
 
 
 
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1) MADISON VIOLET – „Everything's Shifting“

Folk | Country | Pop (Kanada)

Das kanadische Duo Madison Violet kann bereits auf zwanzig Jahre Bandgeschichte, eine Zeit als Liebespaar und eine Karriere zurückblicken, wurde mit zahlreichen Preisen wie dem Canadian Folk Music Award und dem Großen Preis des Maxell John Lennon Song Writing Contests sowie Nominierungen für den Juno Award u.a. geehrt. Im Schnitt 200 Mal pro Jahr kann frau sie live erleben, auch in Deutschland sind sie bereits mehrfach ausgiebig auf Tour gewesen, wie jetzt auch im März, um ihr neues Studioalbum „Everything’s Shifting“ vorzustellen. Während sie live in Duobesetzung zu sehen waren, haben sich die beiden Sängerinnen und Multiinstrumentalistinnen Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac im Studio die Unterstützung der kanadischen Musiker*innen und Produzent*innen Hill Kourkoutis und Daniel Ledwill gesucht. Und in deren Aufnahmeräumen kamen zu akustischen und E-Gitarren, Harmonica und Violine der beiden Bandleaderinnen noch weitere Streicher, Piano, Lap- und Pedal Steel sowie Bass und Drums als Ingredienzen hinzu, was das Ganze zu einem glasklaren Folkpop-Album macht. Zwei schöne Stimmen, jede Menge bezaubernde (Liebes-)Lieder, catchy Hooks en gros und nachdenkliche Texte, die auf das bisherige Leben mit all seinen Ups and Downs zurückschauen, sind die großen Stärken des Albums. Noch dazu ist es liebevoll, pointiert und detailreich instrumentiert. Dass Gitarren in ihrer unendlichen Vielfalt zu bestaunen sind und sich die Chöre hören lassen können und zum Mitsummen verleiten, versteht sich bei den beiden von selbst. Eine Empfehlung an alle Folk-, Pop- und Countryfans gleichermaßen.

VÖ: 22.03.2019 | IMG/Big Lake Music | 11 Tracks | https://www.madisonviolet.com/

 
 
 
 
 
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2) ANNE PACEO – „Bright Shadows“

Jazz | Soul | Pop (Frankreich)

Verborgene Ängste, Gefühle und Gedanken, die von uns im "Schatten" gehalten werden, aber für unsere Entwicklung wichtig sind – das ist das Leitmotiv der neuen CD „Bright Shadows“ von Anne Paceo. Die französische Schlagzeugerin und Komponistin lädt uns ein, aus der metaphorischen Dunkelheit herauszutreten, um ums selbst ganz im Licht sehen zu können. Anne Paceo steht schon seit ihrer Kindheit als Musikerin auf der Bühne, studierte Schlagzeug am Pariser Konservatorium. Sie hat mit unzähligen bekannten Künstler*innen (Rhoda Scott, Jeanne Added, Mélissa Laveaux u.v.a.) zusammengearbeitet. Ihre eigene Musik fand im Triphase Trio und der Band Yokai ihren Ausdruck, was ihr 2016 die Auszeichnung „Artist Of The Year“ beim Victoires du Jazz einbrachte. Nach ihrem letzten Album „Fables Of Shwedagon“ (2018), der Live-Aufzeichnung eines Konzerts mit burmesischen Musikern, hat sie sich nun mit einer fünfköpfigen Band daran gemacht, ihre neuen Ideen zu verwirklichen. Dafür hat die Mittdreißigerin nicht nur die Musik geschrieben, sie singt erstmals auch selbst; die Hauptvocals stammen jedoch von Ann Shirley und Florent Mateo, die sich genial ergänzen. Die Stücke verströmen einen zwar kühlen, aber beseelt-souligen Jazz, sphärisch und raumöffnend, es gibt fantastische mehrstimmige Gesänge wie z.B. bei „Contemplation“, das nur von Piano begleitet wird, Synthieklänge und Saxophon als Klangfarben und natürlich Paceos variantenreiches Schlagzeugspiel, das frau sich live unbedingt anschauen sollte. Schon mal vormerken: am 14.06. sind sie in Unterföhring im Bürgerhaus, ihr einziges Deutschlandkonzert in der nächsten Zeit.

VÖ: 05.04.2019 | o-tone music | 9 Tracks | https://www.annepaceo.com/

 
 
 
 
 
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3) HANIA RANI – „Esja“

Classical | Ambient (Polen) 

Die polnische Pianistin und Komponistin Hania Rani lebt zwischen Warschau und Berlin, wo sie studiert hat und nach wie vor häufig arbeitet. In ihrem eigentlich klassisch ausgerichteten Studium kam sie auch mit Jazz und Electronica in Kontakt, was ihren Ansatz deutlich erweitert hat. Sie zählt so unterschiedliche Musiker wie Max Richter, Esbjörn Svensson, Miles Davis, Nils Frahm, Murcof, Portico Quartet, Radiohead und sogar die Beatles zu ihren musikalischen Einflüssen, die in ihren Augen alle beides vereinen: „So viel Gefühl – und so viel Geist.“ Bisher ist sie zwar schon als Komponistin für Streicher, Klavier, Gesang und Electronica in Erscheinung getreten und hat auf einigen der bekanntesten Bühnen Europas gestanden – doch noch nie allein. Das soeben veröffentlichte Debüt „Esja“ soll das nun ändern: „Schluss mit dem Versteckspiel hinter ‘Kollaborationen’ und irgendwelchen ‘Projekten’. Ja, endlich geht es zum allerersten Mal einfach nur um mich, so wie ich bin.“ Ihre 10 Kompositionen für Soloklavier hat sie im Klavierzimmer in ihrer Wohnung aufgenommen, das sie wegen seiner ausgezeichneten Akustik als eine Art Labor für Klangexperimente nutzt, sowie im Studio ihres Freundes Bergur Þórisson in Reykjavik. Dabei ließ sie sich von isländischen Landstrichen und den Bieszczady, einem Gebirgszug in den Karpaten, inspirieren. In ihren gefühlvoll gespielten, mit viel Raumhall aufgenommenen Stücken verwebt sie Klangteppiche in einander und schafft Soundlandschaften, die einen Zeit und Raum vergessen lassen. Eine ungemein beruhigende Musik, die zum Innehalten einlädt.

VÖ: 05.04.2019 | Gondwana Records | 10 Tracks | http://haniarani.com/

 
 
 
 
 
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4) STEALING SHEEP“Big Wows”

Electro | Pop (Großbritannien)

Irgendwo zwischen St. Vincent, The Knife, Kraftwerk, Talking Heads und Sia könnte sich die Musik der Stealing Sheep verorten lassen. Das Trio wurde 2010 von Rebecca Hawley (voc/keys), Emily Lansley (voc/git/b) und Luciana Mercers (voc/drums) in Liverpool gegründet und ließ sich nach den zwei Alben „Into The Diamond Sun“ (2012) und „Not Real“ (2015) drei Jahre Zeit, um am dritten Album „Big Wows“ zu werkeln. Das Ergebnis ist ein synthielastiges Dance-Popalbum, herrlich quietschbunt - von „Girl“ mit seinen grandiosen Mädels-Chören über das 80er-affine „Show Love“ oder „Joking Me“, das die kurzlebige Wegwerf-Kultur des Internets thematisiert, zum Disco-Knaller „Big Wows“. Ein Markenzeichen ist neben der Vorliebe für allerlei Synthies und Keys, dass sie meist gleichzeitig singen. Aufdrehen, abtanzen und Spaß haben.

VÖ: 19.04.2019 | Heavenly Recordings | 11 Tracks | https://de-de.facebook.com/stealingsheep/https://stealingsheep.net/

 
 
 
 
 
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5) LISSIE „When I'm Alone: The Piano Retrospective”

Rock | Pop (USA)

Als glühendem Fan von Lissie hat mich die Nachricht, dass sie jetzt ein Album mit ihren beliebtesten Songs in "stripped-down"-Version aufgenommen hat, extrem neugierig gemacht. „I wanted to give my voice the space to breathe and to embody the lyrics and what they mean to me now“, sagt sie über ihre Motivation. Die eigenen Songs „in their raw form“, quasi entkleidet, in ein neues Licht zu stellen, ist sicherlich ein Wunsch, den viele Songwriter*innen hegen, wenn sie gewohnt sind, ihre Lieder in einer Band zu spielen. Der Song muss zu zweit getragen werden, ohne viel Primborium für den dynamischen Aufbau des Stückes zur Verfügung zu haben. Und die Gefahr besteht, dass Parts, in denen die Band „abgeht“, vom Publikum schmerzlich vermisst werden. Manchmal stehen die Songs ihres vollen Bandsounds beraubt auch reichlich schlecht da. Doch wie nicht anders erwartet, hat die amerikanische Sängerin und Gitarristin damit kein Problem, vielmehr erstrahlt ihre erstaunliche Stimmkraft in dieser Duobesetzung erst recht, ob es das eingangs erwähnte „Where I’m Alone“ ist, „In Sleep“ oder „Everywhere I Go“, alles Songs ihres von mir heiß geliebten Albums „Catching A Tiger“ (2010). Auch 2 Cover reihen sich geschmeidig in die Reihe der kraftvollen Songs ein: „Cowboy Take Me Away“ von Dixie Chicks und „Dreams“ von Fleetwood Mac. Die Wahl des letzteren, ursprünglich von Stevie Nicks gesungenen Stücks ist nicht zufällig, denn Lissie ist nicht nur ein Fan von ihr und ihrer Band, ihre Stimme wurde auch oft mit ihr verglichen. „When I'm Alone: The Piano Retrospective” ist eine großartige Rückschau voller fesselnder und überhaupt nicht eintöniger Neuinterpretationen und sehr zu empfehlen.

VÖ: 05.04.2019 | Cooking Vinyl Limited | 11 Tracks | http://lissie.com/
 
 
 
 
 

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